Aachen - Neues Internetportal: Mit RhePort schneller zum Rheumatologen

Neues Internetportal: Mit RhePort schneller zum Rheumatologen

Von: Sabine Rother
Letzte Aktualisierung:
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Gestalten das Projekt an der RWTH Aachen: Wolfgang Vorbrüggen und Marco Husmann (r.). Foto: Roeger

Aachen. Haben Sie in letzter Zeit häufiger Kopfschmerzen? Gab es irgendwann einen Zeckenbiss? Tut Ihnen der Rücken weh? Gibt es Hautveränderungen an den Gliedmaßen? Fragen, die man nicht sofort mit dem Krankheitsbild „Rheuma“ verbinden würde.

„Und das ist unser Ansatz“, sagt Wolfgang Vorbrüggen, bis 2013 leitender Arzt an der Rheumaklinik Aachen und jetzt Projektkoordinator von RhePort21, dem Internetportal eines engagierten Rheumatologen-Netzwerkes mit Mitgliedern in der Städteregion Aachen sowie den Kreisen Düren, Heinsberg und Mönchengladbach. Gefördert wird RhePort unter anderem durch das NRW-Gesundheitsministerium, das eine dreiviertel Million Euro zur Verfügung stellt.

Ziel ist die bessere Früherkennung und Behandlung einer entzündlichen rheumatischen Erkrankung. „Wird etwa der Rheumafaktor im Blut nicht nachgewiesen, erhalten Patienten manchmal erst nach sechs Jahren die richtige Therapie, dann sind viele Schäden schon nicht mehr rückgängig zu machen“, erläutert Vorbrüggen.

Für ein Angebot, das Schwellenängste abbaut und Betroffenen schnelle Hilfe statt monatelanger Wartezeiten auf einen Termin beim Rheumatologen anbietet, sorgt das Forschungsinstitut für Rationalisierung (FIR) an der RWHT Aachen. „Jetzt brauchen wir dringend Nutzer, damit wir das Angebot weiter verfeinern können“, sagt Marco Husmann, Experte in der Entwicklung von innovativen Dienstleitungen. 14 Fachärzte, zu denen neben Schulmedizinern bald gleichfalls eine Praxis für Naturheilverfahren gehört, haben sich dem Netzwerk als „Verein zur Rheumaforschung“ angeschlossen.

Wer den Fragebogen ausgefüllt, sich mit E-Mail-Adresse und Telefonnummer registriert hat, erhält je nach Dringlichkeit Terminvorschläge. Die Arztpraxen werden entsprechend der eingegebenen Postleitzahl ausgewählt. Die Wartezeiten sind gering, denn die Arztpraxen reservieren regelmäßig Zeitkontingente für die zu erwartenden Patienten.

Wichtig für die Nutzer: Alles ist kostenfrei, sie gehen keine Verpflichtung ein, müssen aber die „Allgemeinen Geschäftsbedingungen“ auf dem Fragebogen anklicken. „Darin steht, dass wir keine verbindliche Diagnose liefern, das dürfen wir ja nicht“, betont Vorbrüggen. Zusätzlich bietet das Portal einen weiteren Fragebogen, die der Arzt für seinen Patienten ausfüllen kann. „Wir wollen die qualifizierte Überweisung erreichen“, sagt Vorbrüggen. Wer registriert ist, kann durch Eingabe seiner persönlichen Nummer den Link „Notfallmeldung“ öffnen, der im Ernstfall eine sofortige Hilfe anbietet. Fragen und Anregungen sind erwünscht: „Am besten, man nutzt das Kontaktformular des Portals“, rät Husmann. Geplant ist eine Ausweitung auf Bundesebene.

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