Aachen - Neues Buch über vermeintliche Bürgerbewegung „Pro NRW“

Neues Buch über vermeintliche Bürgerbewegung „Pro NRW“

Von: Gerald Eimer
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Der Volksentscheid zur Zuwanderungsbegrenzung in der Schweiz strahlt nun auch auf die Kommunalwahlen in NRW aus. Die extrem rechte Bürgerbewegung „Pro NRW“ fühlt sich offenkundig beflügelt und strebt den Einzug in zahlreiche kommunale Parlamente an – auch in unserer Region.

Erstmals habe „Pro NRW“ dabei auch gute Chancen, am 25. Mai die Gremien in Stadt und Städteregion Aachen zu erobern, ist Rechtsextremismus-Experte Dominik Clemens überzeugt.

Mit Hendrik Puls hat Clemens gut drei Monate vor der Wahl das Buch „33 Fragen und Antworten zu ,Pro Köln/Pro NRW‘“ herausgegeben, mit dem sie darlegen wollen, was sich hinter der „vermeintlichen Bürgerbewegung“ verbirgt, die sich nach außen hin gerne als seriöse rechtsdemokratische Opposition inszeniert. Es könne jedoch keinen Zweifel daran geben, dass „Pro NRW“ „rassistische ausgrenzende Stimmungsmache“ betreibe und mit „aggressiv ausgrenzenden Parolen“ gezielt Konflikte schüre und eskalieren lasse, sagen Clemens und Puls.

Beispiele seien die Demonstrationen, auf denen mit Mohammed-Karikaturen bewusst provoziert werde, aber auch die Kampagnen gegen Zuwanderer oder Flüchtlinge. Clemens stuft „Pro NRW“ als „vielleicht gefährlicher als die NPD“ ein, da sie „andere Milieus“ und damit deutlich breitere Wählerkreise erreiche.

In 33 sehr praxisnahen Beiträgen gehen zahlreiche Autoren der Frage nach den Ursprüngen von „Pro NRW“ nach, die sich 2007 flächendeckend ausgebreitet hat. Sie beleuchten das Verhältnis zu anderen Parteien, beschäftigen sich mit den Positionen und Strategien, wollen auch Handlungsmöglichkeiten und Gegenstrategien benennen. „Das Buch ist ein Nachschlagewerk für Leute, die sich schnell und doch umfassend informieren wollen“, sagt Puls. Zielgruppe seien Multiplikatoren wie Lehrer, Politiker oder Journalisten.

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