Neuer Zugang für Kölner Dom-Turm

Von: dpa
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Neuer Zugang am Kölner Dom
Am Kölner Dom ist nach jahrelanger Planung und komplizierten unterirdischen Arbeiten ein neuer Eingang für die jährlich hunderttausenden Turm-Besteiger eröffnet worden. Foto: dpa

Köln. Auf den Turm des Kölner Doms steigen jedes Jahr bis zu 600.000 Besucher, Dank eines neuen Zugangs außerhalb müssen sie dafür die weltberühmte gotische Kathedrale künftig nicht mehr betreten. So bleiben Gottesdienste im Dom ungestört.

Die architektonisch aufwendige Lösung kostete fünf Millionen Euro. Wie Dombaumeisterin Barbara Schock-Werner am Freitag erläuterte, führt ein Treppenabgang zunächst in mittelalterliche Fundamente. Die Besucher werden dann über einen Tunnel durch die südliche Fundamentmauer des Südturms geführt und gelangen so zur Wendeltreppe mit 509 Stufen.

Die Plattform liegt in fast 100 Metern Höhe und bietet einen Rundblick über die Stadt und den Rhein. Bei gutem Wetter kann man sogar das Siebengebirge sehen.

Von außen ist der neue Zugang „Dom-Turm” rechts vom Hauptportal des Doms eher unauffällig. Lediglich zwei sandsteinförmige Blöcke sind zu sehen. Das Projekt war „sehr kompliziert und arbeitsreich”, sagte Schock-Werner. Unter anderem mussten zwölf Meter dicke mittelalterliche Mauern an zwei Stellen durchbrochen werden. Die neue Lösung werde „kein neues Penner-Glück und keine Schmuddelecken” ermöglichen. Jedes Jahr besuchen bis zu sieben Millionen Menschen den Kölner Dom, der zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Die Eintrittsgelder für den Turm sind eine der wenigen Einnahmequellen.

Wer den Turm hinaufsteigt, kann jetzt zusätzlich auch einen Blick auf das Grabungsgelände unter dem Dom werfen. Es sei weltweit einmalig, dass man mittelalterliche Fundamente von innen einsehen könne. Der Kölner Erzbischof Kardinal Joachim Meisner segnete das Bauwerk in einer Feierstunde mit Weihwasser.

Der neue Zugang löst einen wenig ansprechenden Holzverschlag in der Südturmhalle ab. Dieser war zu klein und führte durch den Eingangsbereich des Doms, so dass die Stille dort oft gestört wurde. Auch der unansehnliche Kiosk der Hohen Domkirche auf dem Vorplatz ist verschwunden und durch einen Neubau ersetzt worden. Dort werden Bücher und Souvenirs verkauft. Die Stadt habe zudem die WC-Anlage an der Kathedrale erneuern lassen - laut Schock-Werner handelt es sich nun um die „elegantesten Toiletten, die die Stadt Köln betreibt”.

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