Neuer Verdacht: Illegaler Handel in der JVA

Von: Heiner Hautermans
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Die Staatsanwaltschaft Aachen führt ein größeres Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts, dass Drogen und Waren in die Justizvollzugsanstalt Aachen geschmuggelt worden sind.

Wie Oberstaatsanwalt Robert Deller am Mittwoch erklärte, richten sich die Ermittlungen gegen mehr als zehn Verdächtige, darunter fünf Beamte, gegen Insassen und ehemalige Gefangene.

Schwungvoller illegaler Handel

Die Strafverfolger hatten einen Hinweis erhalten, dass in dem Großgefängnis ein schwungvoller illegaler Handel betrieben werde, daraufhin erfolgten Mitte Mai Durchsuchungen von Zellen und Wohnungen der Verdächtigen. Deller: „Relevante Beweismittel sind dabei aber nicht aufgefunden worden.” In erster Linie soll es sich bei den ungenehmigten Handelswaren um Drogen, aber auch um Handys, CDs oder Alkohol gehandelt haben - Dinge, die offenbar den Knastalltag erträglicher gestalten sollten.

Ermittelt wird wegen des Verdachts der Bestechung und der Bestechlichkeit sowie des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz. Einschmuggeln von illegalen Gegenständen ist immer wieder Thema in deutschen Gefängnissen. Dabei geht es mitunter auch um Waffen, die in die Hochsicherheitstrakte gebracht werden.

Die beiden Schwerverbrecher, die im November letzten Jahres aus der JVA in der Soers entwichen waren und später gefasst wurden, hatten in dem späteren Prozess ebenfalls ausgesagt, dass ein entsprechender Handel in Aachen an der Tagesordnung gewesen sei.
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