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Neuer Internetauftritt: Flug durch den Dom mit Haltestellen

Von: sar
Letzte Aktualisierung:
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„Flugunterbrechung“ am Altar: Highlight der neuen Webseite des Doms ist der erweiterte 3D-Flug. Foto: Domkapitel Aachen/Interactive Pioneers

Aachen. Ein „Klick“ am Freitag von Dompropst Manfred von Holtum am Computer der Dom-Information, und ab sofort ist der neue Internet-Auftritt des Aachener Doms für jedermann zugänglich.

War der 3-D-Rundflug durch den Aachener Dom auch zuvor schon das Highlight, so kann er nun noch intensiver erlebt werden, denn nun gibt es „Haltestellen“ an den wichtigsten Orten des Innenraums.

Der Nutzer erhält in diesem Moment zusätzliche Informationen – etwa über die goldglänzende Pala d‘Oro, den Marien- und Karlsschrein im Chorraum oder den Karlsthron im oberen Geschoss. So kann man ganz genau den Barbarossaleuchter erkunden, in den Turm „steigen“ und in Ruhe die Chorhalle anschauen – Orte, die sonst nur bei Führungen zugänglich sind. Es ist auch möglich, den Flug anzuhalten und Details genauer anzuschauen.

Dompropst im Einsatz

Den Startknopf für die neue Dom-Homepage und damit für die Zeitreise durch 1200 Jahre Geschichte hat am Freitag offiziell Dompropst Manfred von Holtum gedrückt und damit die rundum erneuerte Visitenkarte des Domkapitels an den Start gebracht.

Neben dem Highlight „Flug durch den Dom“ gibt es auch vielschichtige Informationen über die Domsingschule, die Dommusik, die Domschatzkammer und die Aktivitäten der Dombauhütte. Für geschichtliche Details hat Katrin Steinhauer, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Mittlere Geschichte der RWTH, gesorgt.

Professor Leif Kobbelt als Inhaber des Lehrstuhls Informatik an der RWTH Aachen „geistiger Vater“ des Projektes, das Anfang 2014 von sich reden machte, ist auch diesmal dabei und freut sich über die Entwicklung, denn der Aachener Dom ist für ihn und sein Team weiterhin eine große Herausforderung.

Verwendet wurden beim 3-D-Flug, der durch den Einsatz eines 360-Grad-3-D-Laserscanners möglich wurde, Technologien, wie man sie auch bei Computerspielen einsetzt. „Aus Sicht des Forschers freue ich mich besonders, weil die neue Webseite eine Plattform bietet, die unsere neue 3-D-Technologien einem großen Publikum nahebringt, das normalerweise von unserer Forschung nur wenig in Berührung kommt“, meint Kobbelt.

Die „innovativen Ansätze“ des Domkapitels empfindet er als Ermutigung. Das in langen Nächten von den Informatikern der RWTH aufgenommene und zum Film verarbeitete Material, das für die neue Seite von Kobbelts Mitarbeitern noch extra um zwei weitere Filmnächte ergänzt wurde, hat dem Entwicklungsunternehmen Interactive Pioneers als Grundlage gedient, um gemeinsam mit der Werbeagentur Power&Radach den Internetauftritt zu erweitern.

„Die Internetseite des Doms ersetzt natürlich nicht den persönlichen Dombesuch“, sagte am Freitag Manfred von Holtum. „Aber die Besucher erkennen jetzt noch mehr Details, die sie selbst bei einer umfangreichen Besichtigung des Bauwerks mit bloßem Auge nicht erkennen können. Alle Informationen sind umfangreicher.“

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