Neuer Grünenthal-Chef will Conterganopfern helfen

Von: dpa
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Der Aachener Arzneimittel-Hersteller Grünenthal will die Conterganopfer bei der Suche nach weiteren Geldgebern für die Conterganstiftung unterstützen.

Das teilte der Bundesverband Contergangeschädigter am Dienstag nach dem ersten Treffen mit dem neuen Konzernchef Harald F. Stock mit. Grünenthal „empfinde Verantwortung”, weitere Zustiftungen zur Verbesserung der Lebenssituation der Betroffenen zu organisieren.

Nach der Änderung des Conterganstiftungsgesetzes will Grünenthal freiwillig 50 Millionen Euro in die Stiftung einzahlen, spätestens im Juli.

Der vorherige Firmenchef Sebastian Wirtz hatte sich als erster aus der Unternehmerfamilie mit den Conterganopfern an einen Tisch gesetzt. Dieser Dialog werde mit dem neuen Unternehmenschef fortgeführt, teilte der Opferverband mit. Sebastian Wirtz, Enkel des Firmengründers, war im vergangenen Jahr als Geschäftsführer zurückgetreten. Damit hatte sich die Unternehmerfamilie Wirtz komplett aus dem Pharmakonzern zurückgezogen.

Grünenthal hatte 1957 das Medikament Contergan auf den Markt gebracht. Der Wirkstoff Thalidomid hatte bei rund 5000 Kindern in Deutschland Fehlbildungen an den Gliedmaßen zur Folge. In Deutschland leben 2700 Betroffene.

Die Homepage wurde aktualisiert