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Neue Risikokarte zum Tagebau

Von: dpa
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Mönchengladbach. Bei strittigen Schadensfällen im Rheinischen Braunkohlenrevier soll eine Art Risikokarte bei der Bewertung helfen. Von der „Karte” soll ablesbar sein, ob ein beschädigtes Haus auf einem durch Grundwassersenkungen besonders gefährdeten Gebiet liegt, teilte die Stadt Mönchengladbach am Mittwoch mit.

Sie erwartet durch die Risiko-Kartierung mehr Klarheit für die Betroffenen. Die von Garzweiler II betroffene Stadt hat die Initiative nach eigenen Angaben mit vorangetrieben. Der Braunkohlenausschuss Köln hatte die Maßnahme jetzt beschlossen.

Teilnehmer der systematischen Erfassung sollen unter anderem Ministerien, Landesbehörden, Interessensvertretungen betroffener Immobilienbesitzer, RWE Power, betroffene Kommunen und der Braunkohlenausschuss sein. Das Rheinische Braunkohlenrevier liegt zwischen Aachen, Mönchengladbach, Neuss und Elsdorf. Die Auswirkungen von Sümpfungen können aber darüber hinausgehen.

Das Monitoring dürfe keine Lobby-Veranstaltung für RWE Power werden, warnte das „Netzwerk Bergschäden”. Wenn in dem Gremium nur RWE-freundliche Vertreter säßen, könne eine Karte herauskommen, die die Risiken sehr restriktiv beschreibe. Dann könnten große Flächen als bergschadensfrei gelten und Betroffene hätten von vorneherein keine Chancen, ihre Interessen durchzusetzen.

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