Neue forensische Klinik in Köln eröffnet

Von: ddp
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Köln. In Köln gibt es seit Montag eine neue forensische Klinik. Die Einrichtung bietet 150 psychisch kranken und persönlichkeitsgestörten Straftätern aus dem Landgerichtsbezirk Köln Platz, wie das Gesundheitsministerium in Düsseldorf mitteilte.

Der Bau der Klinik kostete den Angaben zufolge 34 Millionen Euro und entspricht höchsten Sicherheitsanforderungen.

Landesweit gibt es laut Ministerium derzeit zehn forensische Kliniken. Nahezu 2300 Patienten seien im Maßregelvollzug untergebracht.

Weil die Behandlungsplätze nicht ausreichten, baue das Land an sechs Standorten neue Kliniken mit insgesamt 510 zusätzlichen Plätzen. Nach Dortmund und Essen sei Köln die dritte vollständig neue Maßregelvollzugseinrichtung, die in Betrieb geht.

In Duisburg nehme im Herbst eine vierte Klinik ihren Betrieb auf. Die Kliniken in Herne und Münster seien im Bau, sie sollen im nächsten Jahr fertiggestellt werden.

In der Kölner Klinik würden die Straftäter nun dort therapiert, wo sie herkommen, ihre Straftat begangen haben und auch verurteilt wurden, hieß es.

Bisher habe es in dem mit mehr als zwei Millionen Einwohnern bevölkerungsreichsten Landgerichtsbezirk Nordrhein-Westfalens keine eigenen Plätze für den Maßregelvollzug gegeben. Die Patienten aus dem Kölner Raum seien vor allem in Düren, Langenfeld, Viersen oder Bedburg-Hau untergebracht gewesen.

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