„Netto-Räuber” gesteht 16 weitere Überfälle

Von: dpa
Letzte Aktualisierung:

Köln. Der sogenannte Netto-Räuber hat 16 weitere Überfälle auf Supermärkte im ganzen Bundesgebiet gestanden.

In seinen Vernehmungen gab er an, die Taten zwischen November 2005 und April 2008 begangen zu haben, teilte die Polizei am Montag in Köln mit. Der Mann habe eine Lebensbeichte abgelegt. Demnach hat er mit Hilfe seines Komplizen insgesamt 35 Märkte überfallen, bei denen es sich hauptsächlich um Filialen der Discountkette Netto handelt. Bei den Überfällen hatten der 38-Jährige und sein Komplize (39) mehrere Hunderttausend Euro erbeutet.

Im Juli waren die beiden schließlich festgenommen worden. Bei dem Komplizen handelt es sich um einen Netto-Gebietsverkaufsleiter, der seinen Jugendfreund mit detailliertem Geschäftswissen versorgt und in einigen Fällen das Fluchtauto gesteuert haben soll. Der mutmaßliche Haupttäter lebte in Kenia und war nur für die Überfälle nach Deutschland eingereist.

Der 38-Jährige hatte sich bei den ersten Überfällen als Kontrolleur im Auftrag der Geschäftsführung ausgegeben und schlüpfte später in diverse andere Rollen. Laut Polizei zwang er die Netto-Mitarbeiter mit vorgehaltener Waffe zur Herausgabe des Geldes. Anschließend habe er seine Opfer gefesselt oder geknebelt zurückgelassen.

Die Homepage wurde aktualisiert