Aachen - Netrace 2015: Anpfiff zur zweiten Halbzeit

Netrace 2015: Anpfiff zur zweiten Halbzeit

Von: Marc Heckert
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Volle Konzentration: das Netrace-Team Netz-Werker von der Stolberger Gutenbergschule. Die Schüler der Jahrgangsstufen 8 bis 10 gehören zu den wenigen Gruppen, die in der zurückliegenden Hauptrunde keinen einzigen Fehler gemacht haben. Foto: Marc Heckert
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Stehen voll hinter ihren Schülern: Gutenberg-Lehrer Jürgen Fedder (l.) und Thomas Spiekermann. Foto: Marc Heckert

Aachen. Stark gelichtet hat es sich, das Teilnehmerfeld beim achten Netrace. Von den 223 Teams von 66 Schulen aus unserem Verbreitungsgebiet, die im Herbst zur ersten Runde beim großen Online-Quiz von unserer Zeitung und NetAachen angetreten waren, sind jetzt, nach der Hauptrunde, nur noch 56 übrig geblieben. Nun treten im Finale die jeweils besten Teams der Schulen gegeneinander an.

Wir haben eine der Gruppen besucht: die Netz-Werker von der Gutenbergschule in Stolberg. Ob sie ein bisschen stolz sind, als eines von wenigen Teams in der Hauptrunde die vollen 50 Punkte erkämpft zu haben? Anmerken lassen sich die Schüler nichts. Aber die Stimmung ist schon ziemlich locker im Chemieraum der Schule des Landschaftsverbandes Rheinland mit dem Förderschwerpunkt Sprache für Kinder und Jugendliche mit schriftlichen und sprachlichen Beeinträchtigungen und kommunikativen Störungen.

Mit Hightech am Start

Keine Frage, in der Welt von Computer und Internet sind diese Acht- bis Zehntklässler zu Hause. Jeder hat zum Lösen der Netrace-Aufgaben ein Notebook vor sich. „Es tun sich immer zwei von uns zusammen und bearbeiten eine Aufgabe“, erklärt Fabian Scheilz. Wie es dann weitergeht, sagt Dominic Bierbaum: „Am Ende schreiben wir die Antworten in ein Word-Dokument und kopieren den Link auf die Fundstelle hinein.“

Die fertigen Word-Dateien werden in einem zentralen Netrace-Ordner auf dem Schulserver abgespeichert, ehe die Ergebnisse herauskopiert und per E-Mail abgeschickt werden. In Stolberg sind sie mit Hightech am Start.

Auch mit Servertechnik kennen sich viele der Teammitglieder aus – Thomas Spiekermann, der zusammen mit seinem Kollegen Jürgen Fedder  das Team betreut, bildet eine Schülergruppe zu Netzwerkexperten aus, die an der Gutenbergschule sogar IT-Aufgaben übernehmen können.

Für die Schüler ist die Genauigkeit, auf die es beim Netrace so sehr ankommt, kein Problem. „Gerade die autistischen Schüler etwa sind extrem schnell im Recherchieren und überaus genau“, sagt Lehrer Thomas Spiekermann. Fürs Netrace sind das gute Eigenschaften.

Das Internetquiz macht der kleinen Gruppe viel Spaß. Viele der Schüler verbeißen sich regelrecht in die Aufgaben, hat Jürgen Fedder beobachtet. Vom Lern- und Nutzeffekt des Wettbewerbs ist Thomas Spiekermann felsenfest überzeugt: „Was die Schüler beim Netrace lernen, hilft ihnen mehr als manches Fachwissen, das gleich wieder vergessen wird.“

Zählerstand wieder auf null gesetzt

Trotzdem werden die Stolberger sich ganz schön ins Zeug legen müssen, wenn sie ihre Spitzenposition am oberen Ende der Tabelle bis ins Ziel retten wollen. Schließlich fängt in der zweiteiligen Finalrunde die Zählung wieder bei null Punkten an. Und die anderen Teams, in den überstandenen beiden Runden ebenfalls warmgelaufen, werden keine Punkte verschenken.

Tatsächlich hat sich das Niveau der Antworten im Lauf des Wettbewerbs deutlich erhöht, sagt Kerstin Kaufmann. Sie ist beim Netrace-Organisator, dem medienpädagogischen Institut Promedia-Maassen in Alsdorf, für die Auswertung der Antworten zuständig. „Das Wissensbarometer aller Teams ist immer weiter gestiegen“, freut sie sich. „Unser Tipp für Sieger: Lest genau, lasst euch Zeit und prüft genau eure Antworten und URLs vor dem Absenden.“

In zwei Wochen geht es weiter: Am 17. Februar beginnt die erste der beiden Finalrunden. Dann geht es für die 56 besten Schul-Teams ums Ganze. Welche zehn Gruppen werden am 25. April auf der Siegesfeier dabei sein? Das Netrace bleibt, wie immer, spannend.

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