Aachen - NetCologne und Accom verschmelzen in der Region

NetCologne und Accom verschmelzen in der Region

Von: Stephan Mohne
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Superschnelles Internet, Fernsehen und Telefonieren via Glasfaserkabel - das können derzeit vor allem Städter.

Auf dem „platten Land” ist der Einstieg in die Datenübertragung mit Licht oft noch Wunschdenken. Eine Lücke, die in der Region bald weiträumig geschlossen werden soll. Das zumindest setzt sich ein neuer Telekommunikationsdienstleister zum Ziel, der im April in Stadt und Kreis Aachen sowie den Kreisen Düren und Heinsberg durchstarten will.

Der Name? Unbekannt. Noch. Wer hinter dem Newcomer steckt ist allerdings durchaus bekannt: Die Kölner NetCologne und die Aachener Accom. Beide zusammen haben in der Region nach eigenen Angaben rund 36.000 Kunden - davon 35.000 private bei NetCologne und rund 1000 gewerbliche bei der Accom.

Vor allem NetCologne hat in den vergangenen Jahren in der Region Millionen investiert, um sich bekannt zu machen. Doch schon wird dieser Name wieder verschwinden, ebenso jener des Partners aus Aachen.

Unter neuem Signet verschmelzen die beiden Anbieter zu einem Verbundunternehmen. Die Accom gehört mittlerweile ganz dem städtischen Aachener Energieversorger Stawag.

Er hat die Anteile seiner früheren Partner - die Sparkassen der Region - gekauft. Im Verbund wird NetCologne 84 Prozent und die Stawag 16 Prozent halten.

Ganz unbescheiden lautet das Ziel: die Marktführerschaft in der Region übernehmen. Dazu will man zunächst einmal viel Geld in die Hand nehmen. Die Stawag wird sich um den Glasfaser-Netzausbau kümmern, wie Vorstand Peter Asmuth erklärt. Bis zu 25 Millionen Euro sollen in diesen Plan gepumpt werden. Bislang hat die Accom ein Netz von 15000 „Faserkilometern”.

Das soll „vervielfacht” werden, so Geschäftsführer Stefan Humburg. Den letzten Winkel werde man nicht erreichen. Wohl aber entlegenere Gegenden der Region, die bislang von der Lichtwelle abgeschnitten waren.

NetCologne will ebenfalls „eine deutlich zweistellige Millionensumme” investieren, sagt Geschäftsführer Werner Hanf. Das Team der neuen Firma sollen die Mitarbeiter der bisherigen Unternehmen bilden - 85 an der Zahl.

Einen Vorteil sehen die Macher in der lokalen Verankerung. Der Sitz soll in Aachen sein. In Köln, so heißt es bei NetCologne, habe man einen Marktanteil von 50 Prozent. Das ist eine Marke mit der man nun auch in der Aachener Region liebäugelt.

Zur lokalen Verankerung soll auch das Sponsoring gehören. Nutznießer sind Fußballzweitligist Alemannia Aachen, der CHIO, das ATP-Tennisturnier, die „Kurpark Classix” und das Dom-Stabhochspringen in Aachen, Volleyballbundeligist Evivo und der Beachvolleyball-Cup in Düren, Tischtennisbundesligist TTC Indeland Jülich und die Caritas.

Neue Partner sehen keinen Konflikt mit der Gemeindeordnung

Einen Konflikt mit der verschärften Gemeindeordnung sehen die neuen Partner nicht - obwohl die Stawag eine städtische Tochter ist und sich nun im freien Privatkunden-Telekommunikationsmarkt tummeln will. Vorstand Peter Asmuth hält dem entgegen, das Betreiben von Netzen - in diesem Fall des Glasfasernetzes - gehöre zum „Kerngeschäft” des Energieversorgers.

Das Verbreitungsgebiet des neuen Telekommunikations-Unternehmens umfasst ab 1. April die Städteregion Aachen mit Aachen, Alsdorf, Baesweiler, Eschweiler, Herzogenrath, Monschau, Roetgen, Simmerath, Stolberg und Würselen, den Kreis Düren mit Aldenhoven, Düren, Heimbach, Hürtgenwald, Inden, Jülich, Kreuzau, Langerwehe, Linnich, Merzenich, Nideggen, Nörvenich, Titz und Vettweiß und den Kreis Heinsberg mit Erkelenz, Gangelt, Geilenkirchen, Heinsberg, Hückelhoven, Selfkant, Übach-Palenberg, Waldfeucht, Wassenberg und Wegberg.

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