Aachen/Köln/Düsseldorf - Narren in NRW feierten überwiegend friedlich Karneval

Narren in NRW feierten überwiegend friedlich Karneval

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Karneval Ende aufräumen
Der große Spaß ist vorbei: Die Narren haben am Rosenmontag 2012 ausgelassen gefeiert. Polizei und Rettungskräfte zogen am eine weitgehend positive Bilanz. Foto: dpa

Aachen/Köln/Düsseldorf. Ausgelassen und überwiegend friedlich haben die Narren in Nordrhein-Westfalen Karneval gefeiert. Polizei und Rettungskräfte zogen am Dienstag eine weitgehend positive Bilanz.

„Die Gewaltbereitschaft war insgesamt geringer als im letzten Jahr”, sagte ein Polizeisprecher in Köln. Dort hatten Polizei und Feuerwehr nach eigenen Angaben am Rosenmontag weniger Einsätze als in den vergangenen Jahren. Eine Frau erlitt schwere Kopfverletzungen, weil sie von einem Pferd am Kopf getreten wurde.

Nach Angaben des Polizeisprechers wollte die 63-Jährige in einem abgesperrten Bereich zwischen einer Reitergruppe Kamelle aufsammeln, als ein Pferd scheute und ausschlug. Die Frau wurde mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Insgesamt rückte die Kölner Feuerwehr Rosenmontag zu 445 Einsätzen aus, im Vorjahr waren es 500. In den Unfallhilfsstellen behandelten die Rettungskräfte 236 Patienten (2011: 198), von denen 60 in Krankenhäuser gebracht werden mussten.

Die Kölner Polizei musste mehrfach bei Schlägereien und gegen Betrunkene einschreiten. Die Beamten nahmen rund 40 Menschen fest oder in Gewahrsam, sie schrieben 34 Anzeigen wegen Körperverletzungen. In der Innenstadt drohten 30 alkoholisierte Fußball-Hooligans Krawall zu machen. Sie erhielten Platzverweise, die Situation sei nicht eskaliert, sagte ein Polizeisprecher.

In Düsseldorf behandelten die Rettungskräfte rund um den Rosenmontagszug 182 Menschen, etwas mehr als im vergangenen Jahr (145), 79 kamen ins Krankenhaus. Die Hilfskräfte mussten sich um rund 230 Betrunkene kümmern. Ein Helfer erlitt ein Knalltrauma durch Böller. Die Düsseldorfer Polizei verhängte gegen 29 Personen Platzverweise. Insgesamt hatten die Beamten zwischen Weiberfastnacht und Dienstagmorgen knapp über 3000 Einsätze, etwa so viele wie im vergangenen Jahr. Darunter waren 95 Körperverletzungen, 44 Schlägereien und 89 Randalierer.

„Das Einsatzkonzept ging auf”, bilanzierte der Leitende Polizeidirektor Dieter Höhbusch. Dazu beigetragen hätten ein starkes Polizeiaufgebot, das konsequente Einschreiten gegen Problemgruppen und das Glasverbot. Auch das Kölner Ordnungsamt bewertete das Glasverbot als Erfolgsmodell.

Auch im Münsterland machten die Narren der Polizei nur wenig Ärger. Dort hatten die Beamten mit betrunkenen Jugendlichen und kleineren Schlägereien zu tun. In Ahaus mussten fünf Menschen ins Krankenhaus, nachdem ein junger Mann in einem Festzelt Pfefferspray versprüht hatte. Im Kreis Düren hatte die Polizei fast 50 Einsätze wegen Schlägereien und Körperverletzungen.
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