Merzenich/Kerpen - Nächtliche Tragödie auf der A4 fordert vier Tote

Nächtliche Tragödie auf der A4 fordert vier Tote

Von: heck/pol/dpa
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Unfall A4
Bei einem schweren Unfall auf der Autobahn 4 sind am Sonntagmorgen vier Menschen ums Leben gekommen. Foto: Feuerwehr Merzenich
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Bei einem schweren Unfall auf der Autobahn 4 sind am Sonntagmorgen vier Menschen ums Leben gekommen. Foto: dpa
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Bei einem schweren Unfall auf der Autobahn 4 sind am Sonntagmorgen vier Menschen ums Leben gekommen. Foto: dpa

Merzenich/Kerpen. Ein furchtbarer Unfall auf der Autobahn 4 zwischen Aachen und Köln hat in der Nacht zum Sonntag vier Menschenleben gefordert. Dabei kam es zu schrecklichen Szenen: Ein Auto wurde über die Mittelleitplanke auf die Gegenspur geschleudert, in einem zweiten verbrannten drei Insassen. Die Autobahn blieb fast den gesamten Sonntag über gesperrt.

Wie ein Sprecher der Autobahnpolizei Köln berichtete, ereignete sich der Unfall gegen 4 Uhr zwischen Merzenich und Kreuz Kerpen. Ein in Richtung Köln fahrender VW Golf mit einem 32-jährigen Mann am Steuer fuhr mit hoher Geschwindigkeit auf einen aus Belgien kommenden Sattelschlepper. Der Pkw prallte gegen das Heck des Lkw-Aufliegers, wurde herumgeschleudert und kam auf der mittleren Spur entgegen der Fahrtrichtung zum Stehen. Der Fahrer des Lastwagens, ein 59-Jähriger, stoppte seinen mit Luftfracht beladenen 40-Tonner auf dem Seitenstreifen.

Dann kam es zum zweiten Zusammenstoß: Ein mit vier jungen Leuten besetzter VW Eos fuhr ungebremst gegen den Golf. Die Wucht des Aufpralls war so groß, dass der getroffene Wagen meterweit über die Mittelspurbegrenzung geschleudert wurde und auf der Gegenfahrbahn auf den Rädern landete. Der Fahrer des Golfs, ein 32-jähriger Mann, überlebte den zweifachen Zusammenstoß nicht.

Der VW Eos kam quer zur Fahrbahn zum Stehen und geriet in Brand. Drei der vier Insassen im Alter zwischen 19 und 21 Jahren starben in den Flammen. Unfallzeugen versuchten vergeblich, das Feuer zu löschen. Eine 18-jährige Frau war bei dem Aufprall aus dem Auto geschleudert worden - sie überlebte die Nacht als einzige Insassin der beiden Wagen.

Bis zum Eintreffen der Rettungskräfte leisteten Zeugen bei der schwer verletzten jungen Frau Erste Hilfe. Anschließend wurde sie in ein Krankenhaus gebracht. Am Sonntagnachmittag war ihr gesundheitlicher Zustand laut Polizeisprecher Christoph Gilles noch unklar. Sie war aber nicht in Lebensgefahr.

Der Unfall hatte noch weitere Folgen. Ein Reisebus mit etlichen Kindern an Bord, der unmittelbar nach dem zweiten Zusammenstoß den betroffenen Bereich passierte, streifte mit seinem Anhänger den brennenden VW Eos. Bus und Anhänger wurden so schwer beschädigt, dass der Fahrer an der nahegelegenen Raststätte Frechen stoppen musste. Auch ein bulgarischer Lastwagen wurde durch die auf der Fahrbahn verteilten Trümmerteile beschädigt.

Nach dem Unfall wurde die Autobahn 4 in beide Fahrtrichtungen voll gesperrt. Es bildeten sich kilometerlange Rückstaus. Die Fahrer mussten mehrere Stunden in ihren Wagen ausharren, ehe sie wenden und über ihre Fahrspuren zurück bis zur nächsten Abfahrt fahren durften.

Für die psychologische Betreuung der Ersthelfer und eingesetzten Feuerwehr- und Polizeikräfte wurden Opferschutzbeamte und Seelsorger angefordert. Die Polizei setzte einen Helikopter ein, um die Unfallstelle aus der Luft zu fotografieren.

Die Autobahn blieb fast den ganzen Tag über gesperrt. Auf den Nebenstrecken kam es vor allem am Vormittag zu starken Behinderungen. Gegen 13 Uhr konnte zunächst die Fahrbahn in Richtung Aachen komplett wieder freigegeben werden. In Fahrtrichtung Köln musste die Autobahn während der aufwendigen Bergungs- und Aufräumarbeiten bis rund 19 Uhr gesperrt bleiben.

Die Polizei bat Zeugen des Unfalls, sich unter Telefon 0221/2290 zu melden.

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