Aachen - Nach Messerattacke: Anklage wegen versuchten Mordes

Nach Messerattacke: Anklage wegen versuchten Mordes

Von: zva
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Aachen. Gegen den 38-Jährigen, der die Mitarbeiterin eines Aachener Personaldienstleistungsbüros am Theaterplatz lebensgefährlich verletzt hatte, ist jetzt Anklage wegen versuchten Mordes, gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung und Beleidigung erhoben worden.

Die Polizei geht aufgrund ihrer Ermittlungen davon aus, dass der Mann am 17. Oktober gegen 17.15 Uhr die Büroräume des Büros, bei dem er zu diesem Zeitpunkt angestellt war, betreten und der dort alleine anwesenden Frau erklärt hat, er habe am Vortage eine Frau vergewaltigt. Die Polizei habe ihn bereits aufgesucht und er werde sie daher nunmehr als Geisel nehmen.

Als die Frau um Hilfe rief, stach der Angeschuldigte plötzlich mit einem Messer mehrfach auf ihren Oberkörper ein. Trotz lebensgefährlicher Verletzungen konnte sie durch eine sofortige Notoperation gerettet werden.

Bereits einige Tage vorher hatte der Angeschuldigte bei mehreren Gelegenheiten durch Telefonanrufe Angestellte verschiedener Geschäfte mit gezielten Falschinformationen über angebliche Vergewaltigungen in Panik versetzt und die Reaktionen seiner Opfer aus einiger Entfernung beobachtet.

Der Angeschuldigte, der sich in Untersuchungshaft befindet, hat die Tag gestanden, die übrigen Vorwürfe allerdings bestritten.

Die Schwurgerichtskammer des Landgerichts Aachen ist laut Deller zurzeit mit der Entscheidung über die Eröffnung des gerichtlichen Hauptverfahrens befasst. Bei Zulassung der Anklage ist in wenigen Monaten mit einer gerichtlichen Verhandlung des Falles zu rechnen.
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