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Nach Lkw-Unfall: Aachen versinkt im Verkehrschaos

Von: Stephan Mohne
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Langwierige Bergungsarbeiten: Der Tankinhalt des umgestürzten Gefahrguttransporters musste erst abgepumpt werden. Die Autobahn 4 blieb mehr als einen Tag gesperrt. Der bei dem Unfall ums Leben gekommene Lkw-Fahrer konnte erst am Donnerstag geborgen werden. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Der schwere Lkw-Unfall am Mittwochnachmittag mit einem Toten am Grenzübergang Vetschau bei Aachen hat Teile der Stadt und des Umlandes auch am Donnerstag in einem unglaublichen Verkehrschaos versinken lassen.

Weil die vielbefahrene Autobahn 4 mehr als 24 Stunden lang komplett gesperrt war, mussten sich Autos und Lastwagen Alternativrouten suchen.

Das führte dazu, dass insbesondere im morgendlichen Berufsverkehr auf vielen Ein- und Ausfallstraße, aber auch auf vielen anderen Strecken der Verkehrsfluss zum Erliegen kam. Tausende Aachener und Pendler kamen zu spät zur Arbeit, tausende Schüler zu spät zum Unterricht. Denn auch Linienbusse mussten enorme Verspätungen in Kauf nehmen.

Am Morgen war die A4 („Hollandlinie“) in beiden Fahrtrichtungen zwischen Aachener Kreuz und Grenze, später dann zwischen Laurensberg und Grenze gesperrt. Die Polizei schilderte schon am Kreuz Kerpen Umleitungen über Venlo aus. Viele Autofahrer versuchten ihr Glück über die A44 in Richtung Belgien. Dadurch bracht jedoch auch dort der Verkehr zusammen. Zeitweise staute es sich von Alsdorf bis zum Grenzübergang Lichtenbusch.

Der Unfall hatte sich am Mittwoch um 14.45 Uhr kurz hinter der Grenze auf niederländischer Seite ereignet. Dort war ein Gefahrgut-Transporter aus ungeklärter Ursache in die Leitplanke gekracht und hatte sich dann überschlagen. Der 62-jährige Fahrer aus der Gemeinde Lochristi bei Gent in Belgien überlebte das Unglück nicht und konnte überdies bis Donnerstagnachmittag nicht aus dem völlig zerstörten Fahrerhaus geborgen werden.

Der Sattelzug aus dem Niederlanden hatte die leicht entzündliche und ätzende Chemikalie Methylmethacrylat geladen, die vor allem zur Herstellung von Acrylglas verwendet wird. Der Tank hatte nach dem Unfall ein kleines Leck.

Donnerstagnachmittag konnte dann die Flüssigkeit von einer Spezialfirma unter hohen Sicherheitsvorkehrungen in einen anderen Lkw umgepumpt und das Wrack geborgen und abtransportiert werden. Die Aufhebung der Sperrung wurde immer wieder verschoben. Nur Richtung Deutschland wurde die Autobahn gegen 14 Uhr wieder freigegeben. Erst um 16 Uhr konnte der Verkehr dann auch in die andere Richtung wie gewohnt fließen.

Aktuelle Verkehrsinformationen finden Sie unter www.aachener-zeitung.de/staus

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