Nach Gerichtsurteil: Architekt Hans Kahlen bricht sein Schweigen

Von: Manfred Kutsch
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Kahlen
Setzt sich zur Wehr: Der Aachener Architekt Hans Kahlen. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Erstmals nach der Verhängung einer vierjährigen Haftstrafe durch das Landgericht Duisburg bricht der schillernde Aachener Architekt und Investor Professor Hans Kahlen sein Schweigen.

In einem Gespräch mit unserer Zeitung nennt der 58-Jährige die Gründe seiner Revision vor dem Bundesgerichtshof und wirft der Staatsanwaltschaft Nötigung vor.

Er selber bezeichnet sich als „unschuldig”, räumt aber ein: „Ich bin kein Engel und habe auch keine weiße Weste. Aber ich bin nicht kriminell.” Das Landgericht hatte den smarten Finanz-Jongleur unter anderem wegen Steuerhinterziehung in sieben Fällen, Kreditbetrug sowie Betrug in zwei Fällen verurteilt. „Ich hatte bei diesem Gericht keine Chance”, sagt der geistige Vater der 240-Millionen-schweren Aachener Kaiserplatz-Galerie: „Ich kann jeden Punkt erklären”, beharrt der Verurteilte.

Von einem überehrgeizigen Staatsanwalt fühlt sich Kahlen verfolgt, der ihn als Randfigur in einem Verfahren um eine 100-Millionen-Bilanzfälschung eines Duisburger Unternehmens ins Visier genommen hatte. Bei den Ermittlungen, voran getrieben von Hausdurchsuchungen und der Beschlagnahmung hunderter an Urkunden, spielte ein Bürokomplex an der Düsseldorfer Hansaallee eine Rolle. „Im ersten Bauabschnitt habe ich zehn Millionen Euro verdient, im zweiten und dritten lief aber damals alles anders - wegen der Baukrise”, so Kahlen, der angibt, es gebe „keine Bank, die ihm Probleme” mache.

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