„Nach die Tare“: Ist die Silvester-Bowle eigentlich vegan?

Von: Daniel Gerhards
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Zu Gast in Birgelen: Der Kabarettist Jürgen Beckers alias Jürgen B. Hausmann spielt sein Weihnachtsprogramm.

Erkelenz. Ob beim Organisieren der Silvesterparty, beim Böllern oder Bleigießen – Jürgen B. Hausmann ist mal wieder fündig geworden in Wohnzimmern, Vereinsheimen und Nachbarsgarten – und hat seine Beobachtungen und Erfahrungen in witzige Anekdoten und überdrehte Bühnennummern verpackt.

Sein Kabarett kommt direkt von vor der Haustür, seine Figuren stammen aus der Familie, von nebenan oder laufen ihm zufällig über den Weg. Der Kabarettist präsentiert in der Erkelenzer Stadthalle am Dienstag, 22. November, 20 Uhr, eine ­Vorpremiere seines neuen Programms „Nach die Tare“. Wir haben vorab mit Jürgen Beckers gesprochen.

Herr Beckers, es geht ja mit riesigen Schritten auf das Fest zu. Sie beschäftigen sich mit der Zeit danach. Was macht Jürgen B. Hausmann „nach die Tare“?

Beckers: Mein Programm beginnt am Neujahrsmorgen. Ich lieg‘ da noch etwas verkatert und derangiert auf der Couch und hab‘ ne Rakete in der Hand. Und im Wohnzimmer sieht es auch so aus, als hätte da am Abend vorher ne Party stattgefunden. Also ziemlich durcheinander.

Und was ist mit der Party? Lassen Sie das Publikum daran auch teilnehmen?

Beckers: Ich berichte von der Party – in der Retrospektive. Im Mittelpunkt steht die Bowle. Die war der entscheidende Wendepunkt. Ich spreche dann noch ein bisschen über das Obst da drin. Und dass Obst doch eigentlich gesund ist. Über gesunde Ernährung, vegane Ernährung und Low Carb komme ich dann zum Feuerwerk.

Und welche Rolle spielt das Weihnachtsfest in dem Programm?

Beckers: Am Neujahrsmorgen bedeutet das erstmal, dass wir nächste Woche alles umtauschen müssen. Vieles wird dann auch zurückgeschickt. Wir gehen ja immer weniger shoppen. Viele Geschenke bestellen wir ja heute im Internet und lassen sie frei Haus liefern.

Sie auch?

Beckers: Ja. Ich mache das fast nur. Weil ich nicht mehr zum Shoppen komme. Bummeln ist für mich mehr Freizeitbeschäftigung geworden.

Was gibt es sonst noch zum Weihnachtsfest zu sagen?

Beckers: In meinem Programm geht es auch um Szenen, wenn der Nikolaus kommt. Ich spreche dann auch über die Illusion, dass es den Nikolaus heute noch immer gibt. Das finde ich auch gut, dass man das den Kindern erzählt. Aber der Nikolaus ist ja überall, auf jeder Feier, in jedem Kaufhaus. Wenn die Kinder nicht völlig blöd sind, merken die ja auch, dass das gar nicht der richtige Nikolaus sein kann. Der kann ja auch nicht überall sein.

Oder wenn Sie die Nikolausdarsteller auch noch erkennen...

Beckers: Genau, das ist natürlich am besten, wenn die sagen: „Das ist doch Onkel Hans.“

Ist Ihr Programm eigentlich ein Best-of-Programm oder ein neues?

Beckers: Das sollte eigentlich ein Best-of-Programm werden. Jetzt ist es aber ein komplett neues geworden. Ein paar Szenen habe ich vielleicht schon mal in Alsdorf gespielt. Aber von dem neuen Programm war noch nichts im Fernsehen und ich habe die Geschichten auch noch nicht überall erzählt. Bei meinem Auftritt in Düren nimmt das Fernsehen das Programm wieder auf.

Sie sind ja Alsdorfer oder Mariadorfer – ganz wie man will. Verstehen die Leute in Erkelenz Ihren Sprachwitz genauso wie in Alsdorf?

Beckers: Nein, das verstehen die nicht genauso. Wenn ich rausgehe, also raus aus Alsdorf oder Aachen, dann tritt der sprachliche Teil zurück. Ich habe jetzt in Siegen, Gießen und Niedersachsen gespielt. Da ist die Mundart eher mein Erkennungszeichen. Aber wenn ich erzähle, dass beim Feuerwerk eine Rakete in die Küche fliegt und eine auf den Hund, dann ist das überall witzig. Unabhängig von der Sprache.

Singen Sie im neuen Programm denn eigentlich auch wieder?

Beckers: Ja. Harald Claßen spielt wieder Key-Board. Und diesmal auch Klarinette und Blockflöte.

Die Blockflöte, die kommt ja zum Weihnachtsfest in vielen Wohnzimmern zum Einsatz.

Beckers: Schön, wenn Kinder Lieder für Weihnachten üben. Aber wenn die zum 34. Mal Stille Nacht falsch spielen, nervt das.

Kann Claßen richtig spielen?

Beckers: Ja, sicher. Aber der spielt das extra falsch. Das ist schwerer.

Haben Sie denn Zeit, sich „nach die Tare“ von „die Tare“ zu erholen?

Beckers: Nein, nach die Tare geht für mich direkt der Karneval los. Ab dem 5. Januar ist Hauptkampfzeit in der Session. Ich habe zwischen die Tare Zeit, ein bisschen Urlaub zu machen.

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