Mutmaßlicher Lotto-Betrüger legt Teilgeständnis ab

Von: ddp
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Zum Auftakt des Prozesses um einen großangelegten Betrug mit Lotto-Spielern hat der 51-jährige Angeklagte vor dem Mönchengladbacher Landgericht ein Teilgeständnis abgelegt. Foto: ddp

Mönchengladbach. Zum Auftakt des Prozesses um einen großangelegten Betrug mit Lotto-Spielern hat der 51-jährige Angeklagte vor dem Mönchengladbacher Landgericht ein Teilgeständnis abgelegt. Der Mann räumte am Montag ein, frühere Kunden seiner Lotto-Tippgemeinschaft „Glücksbox” ab 2005 um mindestens 580.000 Euro betrogen zu haben.

Unter anderem hatte die vom Angeklagten inszenierte „Glücksbox” mit Sprüchen wie „Wollen Sie nicht länger für eine Handvoll Kleingeld schuften?” oder „Haben Sie es satt, sich beim ersten Hahnenschrei aus dem Bett zu quälen?” geworben. Mehrere Tausend Kunden aus ganz Deutschland hatten sich davon überzeugen lassen.

Laut Gericht hatte der Mann dann allerdings 2005 aufgrund einer Gesetzesänderung im Glücksspielbereich sein Tätigkeitsfeld geändert. So soll er einen Teil seiner früheren Lotto-Kunden dazu gebracht haben, ihr Geld in angeblich „gewinnbringenden Wirtschaftsmärkten” anzulegen.

Wie er am Montag einräumte, hat er von diesem Geld rund 580.000 Euro veruntreut. Die Staatsanwaltschaft geht allerdings davon aus, dass der Schaden weit höher liegt. Sie spricht von rund einer Million Euro.

Mit dem Geld hatte sich der Mönchengladbacher später in die Karibik abgesetzt. Hier war er im Dezember 2008 von Interpol-Fahndern in einem Villenviertel in der Dominikanischen Republik gefasst und nach Deutschland ausgeliefert worden.

Am Dienstag (15.00 Uhr) soll zunächst geklärt werden, wie hoch der entstandene Schaden tatsächlich war. Die Staatsanwaltschaft kündigte an, die von ihr berechnete Summe noch einmal zu überprüfen. Anschließend wollen Verteidigung und Staatsanwaltschaft ihre Plädoyers halten, ehe das Gericht sein Urteil verkündet.

Aufgrund des Geständnisses hat die Strafkammer dem Angeklagten bereits in Aussicht gestellt, nicht mehr als maximal dreieinhalb Jahre Haft zu verhängen.
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