Mutmaßlicher Doppelmörder sieht sich erpresst

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Krefeld. Im Krefelder Prozess gegen den mutmaßlichen Doppelmörder und Bankräuber Fred W. hat der Angeklagte am Mittwoch behauptet, erpresst worden zu sein.

Der wahre Mörder der beiden Autohändler sei ein gewisser „Paul”, sagte der 45-Jährige dem Krefelder Landgericht, ohne den Unbekannten näher zu beschreiben. Zuvor hatte er behauptet, der Mörder sei ein Türke.

Er selbst habe die Opfer lediglich observiert und dafür jeweils 1000 Euro bekommen. Nach dem Mord an einem belgischen Autohändler sei er als Mitwisser erpresst worden, weiterzumachen. Außerdem habe der Unbekannte ihm damit gedroht, seinen Kindern etwas anzutun.

Der 45-jährige Angeklagte muss sich in Krefeld für den Mord an einem 27-jährigen türkischen Autohändler im Mai vergangenen Jahres in Krefeld verantworten. Zuvor war im belgischen Schilde ein Autohändler mit der selben Schalldämpfer-Pistole erschossen worden.

Die Waffe war bei Fred W. gefunden worden. Der Angeklagte hat in dem Prozess bereits eine Serie von vier Banküberfällen 1990 und 1995 in Preetz (Schleswig-Holstein) und Wuppertal gestanden. Dabei hatte er insgesamt 190 000 Mark (97 000 Euro) erbeutet.

Im Juli vergangenen Jahres war der Norddeutsche nach einem anonymen Hinweis auf Mallorca aufgespürt und festgenommen worden.
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