Mutmaßlicher Bankräuber von Niederzier schweigt

Von: wos
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Keine Aussage: Wilhelm R. schwieg bislang zu den Vorwürfen. Symbolfoto: Friso Gentsch/dpa

Aachen/Düren. Der 58-jährige Wilhelm R. aus Köln sagte am Freitag erneut nichts zu den Vorwürfen, die vor der 7. Großen Strafkammer am Aachener Landgericht gegen ihn erhoben werden. R. ist angeklagt, am 10. März 2016 eine Bankfiliale in Niederzier überfallen und dabei rund 68.000 Euro erbeutet zu haben.

Er war mit einer Sonnenbrille und einer Perücke verkleidet in die Bank gestürmt und hatte unter Vorhalt einer – wahrscheinlich unechten Waffe – das Bargeld erbeutet.

Weil der aus Bonn kommende Verteidiger des Angeklagten am Freitag krank war und sich vertreten ließ, schwieg Wilhelm R. zu den Vorwürfen.

Allerdings ließ der Vorsitzende Richter Jürgen Beneking die Vorstrafen des Angeklagten verlesen. Daraus ergab sich, dass der ehemalige, in Köln tätig gewesene Vermögensberater bereits im Jahr 2009 vier Banken in der Region westlich von Köln überfallen hatte, zweimal blieb es allerdings nur bei einem Versuch.

Wegen schwerer räuberischer Erpressung war R. deswegen im Jahr 2010 vom Kölner Landgericht zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt worden, 2015 wurde er dann vorzeitig aus der Haft entlassen und stand bei der Tat in Niederzier noch unter laufender Bewährung. Er hatte in dem Prozess angegeben, nach Thailand zurückgehen zu wollen, dort hatte er länger gelebt. Das Geld brauche er für die dortigen Lebenshaltungskosten.

Zweimal überfiel R. damals die Volksbankfiliale in Linnich. Das erste Mal erfolglos, beim zweiten Mal im Oktober 2009 erbeutete er allerdings rund 75.000 Euro. Dazu hatte er bei einem Überfall in Kerpen-Türnich 40.000 Euro erbeutet.

Bei einem Überfallversuch in Kerpen-Blatzheim musste er draußen bleiben: Die Bankmitarbeiter ließen ihn an der Eingangsschleuse erst gar nicht herein.

Der Prozess wird am 21. Dezember fortgesetzt.

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