Mord an Rentner: 500-Euro-Scheine als Spur?

Von: red
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Nach dem Mord an einem Rentner in Eschweiler hoffen die Ermittler auf Hinweise auf der Bevölkerung zu 500-Euro-Scheinen, die aus der Wohnung verschwunden sind. Symbolfoto: dpa

Eschweiler. Nach dem Mord an einem 89-jährigen Mann in Eschweiler konzentrieren sich die Ermittler derzeit auf 500-Euro-Scheine, die aus der Wohnung des Opfers gestohlen wurden. Der Rentner war am 22. April ermordet von Feuerwehrleuten in seiner Wohnung gefunden worden, seine Frau überlebte.

Die Mordkommission der Polizei und die Staatsanwaltschaft baten am Montag erneut um Hinweise aus der Bevölkerung. Wer nach der Tat am 22. April verdächtige Geldbewegungen in Banken oder Geschäften bemerkt hat, bei denen 500-Euro-Scheine verwendet wurden, wird gebeten, sich an die Polizei Aachen unter 0241/9577-34210 (auch außerhalb der Bürozeiten) oder 0241/9577-31101 oder die nächste Polizeidienststelle zu wenden. Für Hinweise auf die Täter ist eine Belohnung von 3000 Euro ausgesetzt worden. "Wem sind aus seinem Umfeld Personen bekannt, die plötzlich unerklärlicherweise über größere Bargeldbeträge verfügen?", fragen die Ermittler.

An die Polizei soll sich auch wenden, wem zwischen 12 und 13.30 Uhr in der Nähe der betroffenen Wohnung in der Hausnummer 56 (Pumpe/Höhe Ärztehaus/Einmündung Barbarastraße/Nähe Zweigstelle der Sparkasse Aachen) verdächtige Personen aufgefallen sind oder wer Menschen wahrgenommen hat, die sich auffällig schnell von dort entfernt haben und möglicherweise Blutspuren am Körper oder Kleidung aufwiesen.

Gegen 14 Uhr am 22. April hatte eine Nachbarin einen Rettungswagen zu den Mehrfamilienhaus in der Straße Pumpe gerufen. Die Sanitäter fanden in der Küche der völlig verrauchten Wohnung die Leiche des 89-Jährigen. Er hatte schwerste Verletzungen im Oberkörper, über deren Art die Ermittler bislang keine Angaben machten.

Die 93-jährige Ehefrau wurde mit Verdacht auf Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Ihr geht es mittlerweile wieder gut, wie die Sprecherin der ermittelnden Staatsanwaltschaft Aachen am Montag mitteilte: „Die Lebenspartnerin des Ermordeten ist altersentsprechend gesund und mittlerweile in einer Pflegeeinrichtung untergebracht.“ Für den dichten Rauch in der Wohnung war Papier verantwortlich, das auf dem Herd in Brand geraten war.

Eine Obduktion der Leiche hat in der Zwischenzeit zweifelsfrei bestätigt, dass der 89-Jährige gewaltsam getötet worden war. Derzeit untersuchen die Ermittler DNA- und Faserspuren, die am Tatort aufgenommen worden sind. Mit den Untersuchungsergebnissen, die gegebenenfalls zu weiteren Ermittlungsansätzen führen können, wird aber erst in den nächsten sechs bis acht Wochen gerechnet.

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