Krefeld/Köln - Mithäftling belastet mutmaßlichen Mörder

Mithäftling belastet mutmaßlichen Mörder

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Krefeld/Köln. Ein mutmaßlicher Mörder und Bankräuber ist am Montag vor dem Landgericht Krefeld von einem Mithäftling schwer belastet worden. Der aus Kiel stammende 45-Jährige habe ihn in der Justizvollzugsanstalt Köln beauftragen wollen, seine Flucht zu organisieren, bestätigte der Zeuge.

Der Angeklagte steht im Verdacht, in Krefeld und in Belgien zwei Autohändler getötet und in Wuppertal sowie in Preetz bei Kiel vier Banküberfälle verübt zu haben.

„Ich denke, dass der Mann gefährlich ist”, sagte der Zeuge. Sein Mithäftling habe ihn nach zwei bewaffneten Helfern gefragt, die ihn beim Eintreffen des Gefangenentransporters am Landgericht befreien. Der Angeklagte habe auch von einem Fluchtauto und Werkzeug gesprochen. Statt dem Gewalttäter zu helfen, hatte sich der Mithäftling jedoch den Mitarbeitern der JVA anvertraut.

Der seit Ende März laufende Prozess wurde am Montag unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen mit einer Vielzahl von Wachleuten und Sprengstoff-Spürhunden fortgesetzt. Der Angeklagte muss der Verhandlung laut richterlicher Anordnung weiterhin in Hand- und Fußfesseln folgen, da ein Übergriff auf Sicherheitsbeamte nicht auszuschließen sei.

Der Angeklagte hat inzwischen bereits mehrere Banküberfälle gestanden; den Mord an einem Krefelder Autohändler bestreitet er aber. Der Mord in Belgien, mit dem er ebenfalls in Verbindung gebracht wird, wird in Krefeld nicht verhandelt. Trotz weiterer Beweisanträge der Verteidigung hat der Richter den 18. August als letzten Prozesstag ins Auge gefasst.
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