Mitfahrdienst Uber: Konkurrenz für Taxi-Firmen

Von: Lukas Weinberger
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Zoff ums Taxi: Der Fahrdienstvermittler „Uber“ sorgt für großen Wirbel auf dem deutschen Markt. Foto: dpa

Düsseldorf/Aachen. Der Taxi-Konkurrent Uber hat am Freitag seinen umstrittenen Mitfahrdienst Uber-Pop in Düsseldorf gestartet. Das US-Unternehmen hat darüber hinaus angekündigt, dass man schon bald auch in Köln aktiv werden wolle.

Bei Uber-Pop können Fahrgäste über eine Smartphone-App Privatleute anfordern, die dann mit ihren privaten Autos als Taxifahrer fungieren.

Laut „Handelsblatt“, das am Donnerstag als erstes über die Uber-Pläne in Nordrhein-Westfalen berichtet hatte, soll die Stadt Düsseldorf nichts vom Markteintritt des von Google finanzierten US-Konzerns gewusst haben. „Sollte Uber hier sein übliches Angebot anbieten, sehen wir die gleichen Probleme wie andere Städte und werden gegebenenfalls dagegen vorgehen“, sagte ein Sprecher der Landeshauptstadt vor der offiziellen Bestätigung des US-Konzerns.

Uber-Pop ist so umstritten, weil quasi jeder als Taxifahrer auftreten kann. Laut Uber werden die Privatpersonen zwar vom Unternehmen geprüft, müssen ein polizeiliches Führungszeugnis und eine gültige Versicherung vorlegen. Die Fahrer besitzen in der Regel allerdings keinen Personenbeförderungsschein. Eine gewerbliche Personenbeförderung ist ohne Genehmigung in Deutschland jedoch nicht erlaubt.

„Wettbewerb muss man sich stellen – jedoch nicht dann, wenn er illegal abläuft“, hatte Holger Goldberg, Geschäftsführer der Fachvereinigung Personenverkehr Nordrhein, im Mai gegenüber unserer Zeitung gesagt. Das NRW-Verkehrsministerium hatte damals angekündigt, „das Thema im Auge“ zu behalten, weil Uber noch nicht in Nordrhein-Westfalen aufgetreten war aber keinen Handlungsbedarf gesehen.

Fahrer demonstrieren

Uber bietet seine Dienste neben Düsseldorf bislang in Hamburg, München, Berlin, Frankfurt und in Großstädten im europäischen Ausland an. Im Juni waren in ganz Europa Taxifahrer auf die Straße gegangen, um gegen Uber und andere App-Dienste zu demonstrieren. In Berlin hatte schon vor ein paar Monaten ein Taxifahrer gegen den US-Konzern geklagt, zuletzt hatte die Hamburger Wirtschaftsbehörde Uber-Pop verboten. Sie will das Verbot aber zunächst nicht durchsetzen, bis es eine Gerichtsentscheidung in dem von Uber dagegen angestrengten Eilverfahren gibt.

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