Mitarbeiter der belgischen Nuklearindustrie getötet: Kein Terror

Von: mgu/red/dpa
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Es handelt sich bei dem Tötungsdelikt wohl nicht um eine Tat mit terroristischem Hintergrund. Symbolbild: dpa

Charleroi. Ein Mitarbeiter des Sicherheitsunternehmens G4S ist am Donnerstag getötet worden. Das meldet die belgische Tageszeitung „La dernière heure“ exklusiv. Die Staatsanwaltschaft in Belgien hat im Zusammenhang mit den Terrorattacken von Brüssel einen Bericht über eine mögliche Sicherheitslücke in einem Atomkraftwerk jedoch dementiert.

Der Sicherheitswachmann Didier P. soll Zugang zu belgischen Nuklearanlagen gehabt haben. Die Zeitung berichtete, dass dem Mann sein Zugangspass geklaut worden sei. Dem widersprach im selben Bericht aber die Staatsanwaltschaft. Die Tat werde auch nicht in Zusammenhang mit terroristischen Aktivitäten gesehen, hieß es weiter.

Zuletzt deuteten immer wieder Vorfälle darauf hin, dass Islamisten die belgischen Atomanlagen als potenzielle Anschlagziele im Visier haben. Der Sicherheitswachmann war jedoch nicht, wie zunächst berichtet, in einem Atomkraftwerk angestellt. Vielmehr war er Mitarbeiter des Sicherheitsunternehmens G4S, das vom Institut (Institut national des radioéléments) in Fleurus bei Charleroi eingesetzt wurde. Das Institut befasst sich mit medizinischen Anwendungen von Radioaktivität.

Didier P. soll in Badezimmer seiner Wohnung in Froidchapelle bei Charleroi von mehreren Schüssen getroffen tot aufgefunden worden sein. Seine Töchter entdeckten ihn und den ebenfalls getöteten Hund der Familie, wie „La dernière heure“ berichtet.

Die Mordkommission ermittele in zwei Richtungen: Der Tod könne mit einem Einbruch zusammenhängen oder einen privaten Hintergrund haben.

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