Mit Samurai-Schwert auf Autos geschlagen und Polizei bedroht

Von: red/pol
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Samurai Schwert
Die traditionellen Schwerter der japanischen Samurai-Kämpfer haben eine schmale, geschwungene Klinge. Dieses prachtvolle Exemplar stammt aus dem 15. Jahrhundert. Archivfoto: Ronald Wittek/dpa

Euskirchen. Nur mit einem Warnschuss hat ein Polizeibeamter am Donnerstag in Euskirchen den Angriff eines Mannes mit einem Samurai-Schwert stoppen können. Der 51-Jährige hatte sich dem Beamten drohend genähert, nachdem er zuvor mit dem japanischen Langschwert auf parkende und vorbeifahrende Autos geschlagen hatte.

Um 17.18 Uhr alarmierte ein Passant die Polizei, weil der offensichtlich geistig verwirrte Mann auf Kölner Straße und Kelternring mit der Waffe auf Autos eingedroschen hatte. Die Polizei fand den Mann auf dem Fußweg unter der Kölner Straße/Erftbrücke. Die Waffe hielt er noch in der Hand.

Als die Beamten ihn ansprachen, hob er sein Schwert und „kam drohend auf die Polizeibeamten zu“, wie die Polizei Euskirchen am Freitag mitteilte. Mehrfach drohte einer der Beamten dem 51-Jährigen den Gebrauch seiner Schusswaffe an. Ohne Erfolg. „Trotz der lebensbedrohlichen Situation entschloss sich der Polizist zunächst nur zur Abgabe eines Warnschusses.“

Der zeigte allerdings Wirkung. Im Einsatzbericht heißt es weiter: „Offenbar durch das Knallgeräusch überrascht, ließ der Mann von seinem Angriff ab und setzte sich in die angrenzende Böschung.“ Mit Hilfe von herbeigerufener Verstärkung und unter Einsatz von Pfefferspray konnte der 51-Jährige schließlich überwältigt und festgenommen werden.

Die Ermittlungen der Polizei ergaben, dass der Mann über keinen festen Wohnsitz verfügt und unter Betreuung steht. Er wurde nach der Entnahme einer Blutprobe in die Psychiatrie eingewiesen.

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