Mit gemeinsamen Aktivitäten in Richtung Integration

Von: Annika Reisch
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AdamJulius
Adam (l.) und Julius trennen zwei Köpfe Größenunterschied. Foto: Germain Hadasch

Aachen. Der 18-jährige Eritreer Adam kam vor rund eineinhalb Jahren nach Deutschland. Im Oktober 2016 lernte er in Aachen dank des Patenprojektes der „Bürgerstiftung Lebensraum Aachen“ seinen Paten Julius kennen.

Die großen Flüchtlingswellen in den Jahren 2015 und 2016 hatten den 55-Jährigen dazu animiert, sich darüber zu informieren, welche Hilfsprojekte für Flüchtlinge in Aachen existieren, er wollte sich gerne selbst engagieren. Seine Recherche brachte ihn letztlich zur Bürgerstiftung, die Patenschaften für Flüchtlinge organisiert und begleitet. Im Oktober vergangenen Jahres lernte er durch dieses Projekt dann den jungen Eritreer Adam kennen.

Seit dem ersten Treffen, das in Adams Jugendwohngruppe stattfand, sehen sich die beiden nun regelmäßig ein bis zwei Mal wöchentlich. Die beiden gehen häufig spazieren, besuchten unter anderem schon gemeinsam den Aachener Weihnachtsmarkt und den Aachener Dom. Außerdem unterstützt Julius Adam auch so gut wie möglich bei schulischen Themen – und lernt gemeinsam mit ihm Deutsch. Aufgrund der kalten Temperaturen im Winter waren Julius und Adam bei ihren gemeinsamen Aktivitäten bislang allerdings etwas eingeschränkt, daher freut sich Julius nun besonders auf die wärmeren Temperaturen im Sommer. „Da ergeben sich einfach mehr Möglichkeiten“, sagt der Aachener.

Julius unterstützte Adam in der Vergangenheit auch bei der Suche nach einer Praktikumsstelle in einer Schneiderei – ein Praktikum, das für Adam schließlich sehr erfolgreich verlief. Als nächstes wird er ein Praktikum in einer Gärtnerei absolvieren, da er sich gut vorstellen kann, später einmal als Gärtner zu arbeiten.

Neben den gemeinsamen Unternehmungen mit Adam sind Julius bei der Patenschaft auch die Schulungen und Gruppentreffen mit den anderen Paten, die von der Bürgerstiftung organisiert werden, sehr wichtig. Er kann sich durchaus auch vorstellen, sich zukünftig häufiger auch mit anderen Paten und  deren Schützlingen zu treffen.
Adam ist froh darüber, Julius als Paten an seiner Seite zu haben, da er ihn nicht nur in verschiedenen Bereichen unterstützt, sondern sie gemeinsam auch schöne Dinge erleben und viel Spaß haben.

Auch Julius stellt fest, dass Adam und er charakterlich auf einer Wellenlänge liegen – obwohl sie sich noch nicht lange kennen. „Man hat das Gefühl, dass man sich gegenseitig auf die Treffen freut“, sagt Julius. „Ich habe ein gutes Gefühl.“

Beide wollen sich auch weiterhin regelmäßig treffen und freuen sich darauf, in den wärmeren Monaten auch einmal einen ganzen Tag lang etwas unternehmen zu können.

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