Millionenraub: Viele Hinweise nach „XY”-Sendung

Von: Dietmar Engels
Letzte Aktualisierung:
Sicherheitsfirma
Mehrere noch unbekannte Täter haben am 1. März versucht, eine Sicherheitsfirma in Düren-Birkesdorf auszurauben. Foto: Ralf Roeger

Düren/Aachen. Staatsanwaltschaft und Polizei hoffen nach der Sendung „Aktenzeichen XY ungelöst” am Mittwochabend bei den Ermittlungen zum Raubüberfall auf eine Werttransportfirma in Düren am 1. März weiter zu kommen.

Erstmals wurden in der „XY”-Sendung konkrete Angaben zur Beute gemacht. Es gibt es um einen Millionenbetrag, der sich aus Bargeld, Schmuckstücken und weiteren Wertgegenständen zusammensetzt. Das betroffene Unternehmen hat für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen, inzwischen eine Belohnung von 50.000 Euro ausgesetzt.

Wie schon kurz nach dem Überfall in den frühen Morgenstunden des 1. März gemutmaßt, haben Überwachungskameras auf dem Betriebsgrundstück und in den Innenräumen detailliert festgehalten, was passiert ist. Zum Leidwesen der Ermittlungsbehörden waren die Täter aber derartig vermummt, dass sich aus den Videoaufnahmen keine konkreten Verdachtsmomente ergeben haben.

Wie seinerzeit berichtet, hatten die Räuber an der Außenwand des Tresorraumes neben einem Fenster eine Sprengladung angebracht und gezündet. Sie konnten das Fenster herausreißen und - mit Schusswaffen ausgestattet - in den Tresorraum stürmen. Routiniert packten die Täter alles ein, was ihnen unter die Finger kam - in erster Linie „Safe Bags” (Tresortaschen), zu deren Inhalt zunächst keine Angaben gemacht werden konnten, weil sie fest verschlossen transportiert und gelagert werden.

Inzwischen steht fest, dass zu der Beute - neben Bargeld - wertvolle Uhren der Marken „Patek Philippe” und „Breitling” gehörten. Hinzu kommen 35 Colliers und 374 Ringe, die über QVC verkauft werden sollten.

Am Tatort wurden ein Trennschleifer der Marke „Husqvarma”, eine Lang-Axt, ein Brecheisen und eine Reisetasche der Marke „Carlton” zurückgelassen. Geflohen sind die Täter mit einem schwarzen Audi A6 Kombi. Auf das Gelände waren die Täter gelangt, nachdem sie den Maschendrahtzaun auf der rückwärtigen Seite des Grundstücks. Dort - an der B56 - parkte zu der Zeit ein Lkw. Dessen Fahrer könnte ein wichtiger Zeuge sein. Federführende Stelle ist die Mordkommission bei der Kripo Aachen (Tel. 0241/ 95770), weil die Täter mit Maschinenpistolen auf Mitarbeiter des Sicherheitsunternehmens geschossen haben. Einer der Beschäftigten wurde schwer verletzt.

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