Mietpreise in Aachen stark gestiegen

Von: dapd/an
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Düsseldorf/Köln/Aachen. Aachen ist für Mieter ein teures Pflaster. In kaum einer anderen Stadt in Nordrhein-Westfalen sind die Mieten innerhalb eines Jahres so stark gestiegen wie in der Kaiserstadt.

Das geht aus dem jüngsten Wohnungsmarktreport hervor, den die Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) gestern vorlegte. Demnach mussten Mieter in Aachen im März 2011 im Schnitt 3,9 Prozent mehr zahlen als noch ein Jahr zuvor. Trotz einer relativ geringen Kaufkraft sei das Mietniveau in Aachen in allen Preis- und Lagekategorien überdurchschnittlich hoch, schreiben die LEG-Autoren. Besonders trifft es Mieter in der Aachener Innenstadt. Sie müssen fast ein Drittel ihres Einkommens für die Warmmiete aufbringen.

Hingegen haben sich die Kaltmieten im Altkreis Aachen mit plus 0,9 Prozent nur mäßig verteuert. Würselen, Roetgen und Herzogenrath sind die teuersten Wohnstandorte.

Günstig wohnt es sich weiterhin in Monschau: Hier trifft eine hohe Kaufkraft (3850 Euro) auf eine mit 4,47 Euro vergleichsweise geringe Quadratmetermiete. Ähnlich günstig kommen Mieter im Kreis Düren davon. Dort liegt die durchschnittliche Kaltmiete mit 5,18 Euro deutlich unter dem NRW-Mittelwert von 5,76 Euro. Innerhalb eines Jahres legten die Mieten lediglich um 0,4 Prozent zu. Im Kreis Heinsberg wurden durchschnittlich moderate 5,33 Euro pro Quadratmeter verlangt. Die Kosten sind dennoch relativ hoch, was der LEG-Report mit den im Vergleich großen Wohnungen erklärt.

Spitzenreiter im Land ist die Kölner Altstadt. Wer dort wohnen möchte, muss bis zu 18,60 Euro pro Quadratmeter berappen. Damit geben die Kölner Mieter fast ein Drittel ihres Einkommens (32 Prozent) im Durchschnitt für ihre Wohnungsmiete aus. So kostet der Quadratmeter pro Monat in der Domstadt durchschnittlich 8,28 Euro, landesweit sind es 5,76 Euro. Ähnlich hohe Preise werden nur im Stadtteil Oberkassel in Düsseldorf bezahlt.

Die niedrigsten Mieten werden dagegen in den Kreisen Höxter, Lippe und Paderborn fällig, oft sind es weniger als drei Euro. Hier geben die Einwohner teilweise nur zwölf Prozent ihres Einkommens für Miete aus. Auch in den Städten des Ruhrgebiets wohnt es sich vergleichsweise günstig.

Mieten blieben insgesamt stabil

Vor allem in wirtschaftlich starken Städten im Rheinland würden hohe Mietpreise verlangt, sagte der Sprecher der LEG-Geschäftsführung, Thomas Hegel. Dort sei noch mit Steigerungen zu rechnen. Gerade die Universitätsstädte Aachen, Bonn und auch Münster holten auf. Anders sieht es im Ruhrgebiet aus: In Dortmund, Essen, Gelsenkirchen und Duisburg könnten die Mieten im kommenden Jahr sogar noch sinken. Ähnlich verläuft der Trend in Ostwestfalen.

Insgesamt seien die Mieten in NRW im vergangenen Jahr vergleichsweise stabil geblieben, heißt es in dem Report weiter. Die Preise für teure Immobilien seien dabei leicht gefallen, die für günstigen Wohnraum etwas gestiegen. Das liege auch an der zunehmenden Nachfrage nach Single-Wohnungen. In Köln und Düsseldorf werden bereits rund 50 Prozent der Haushalte von Singles bewohnt.

Laut Report wurde der Kauf von Eigentumswohnungen im vergangenen Jahr günstiger. Anders verhält es sich bei Mehrfamilienhäusern: Diese seien im abgelaufenen Jahr teurer geworden. Die Untersuchung der einzelnen Postleitzahlenbezirke ergab zudem, dass sich genaues Hinsehen lohnt. So sind die Mieten im Düsseldorfer Stadtteil Stadtmitte relativ günstig. Und wer von Bochum ins benachbarte Gelsenkirchen umzieht, kann bis zu zwölf Prozent Miete sparen. Für den Report hatte das Beratungsunternehmen CB Richard Ellis rund 520.000 Miet- und Kaufangebote in den 864 Postleitzahlenbezirken des Landes ausgewertet.
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