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Mettbrötchen und Leberwurst zum Umhängen

Von: nile
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Kamilla Kleinschmidt entwirft täuschend echte Miniatur-Naschereien.
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Verkaufshit ist ein Mettbrötchen-Ring.
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Kamilla Kleinschmidt entwirft täuschend echte Miniatur-Naschereien.

Aachen. Designerin Kamilla Kleinschmidt entwirft für ihr Label „minischmidt“ täuschend echte Miniatur-Naschereien. Verkaufshit ist ein Mettbrötchen-Ring. Wir haben mit ihr über die Leckerbissen zum Umhängen gesprochen.

WirHier: Mett ist ja eine ziemlich, sagen wir, geruchsintensive Angelegenheit. Wozu trägt man einen Ring, der nach einem stinkenden Brötchen aussieht?

Kamilla: So ein Ring kleidet zu jedem Anlass. Wer Mett liebt, der steht auch dazu. Und wenn man zu etwas steht, kann man das auch zu jedem Anlass tragen. Liebe kennt ja keine Grenzen. (lacht)

WirHier: Und wenn Mett nicht so mein Ding ist?

Kamilla: Dann gibt‘s auch andere Wurst. Einen Leberwurst-Schlüsselanhänger könnte ich dir zum Beispiel anbieten.

WirHier: Der Gleichberechtigung wegen: Gibt‘s Alternativen für Vegetarier?

Kamilla: Klar. Ich habe eine ganze „Ministullen“-Serie entworfen. Es gibt auch Käse-, Marmeladen- oder Nutellabrote. Alternativ gibt es aber auch Donuts, Cupcakes, Schokohasen oder Eis.

WirHier: Du bietest also zu jedem Gelüst den passenden Schmuck.

Kamilla: Genau. Ich setze auch persönliche Wünsche von Kunden um.

WirHier: Was war die verrückteste Anfrage?

Kamilla: Ein Mann wollte seiner Frau zum 20. Jahrestag eine komplette Steak-Kollektion schenken – mit einem rohen Steak als Kette und einem Medium-Steak-Ring. Und neulich hat ein Wurstladen aus Bayern angefragt, ob ich einen Wurstkranz als Anänger anfertigen könnte. Dafür haben sie mir dann per Post auch gleich ein Anschauungsexemplar geschickt.

WirHier: Lebensmittel als Vorbild für Accessoires: Wie bist du auf die Idee gekommen?

Kamilla: Das Modellieren mit Fimo – eine ofenhärtende Knete – ist ein Hobby von mir, seit ich vier oder fünf Jahre alt war. Damals habe ich Gegenstände für mein Puppenhaus modelliert.

WirHier: Erinnerst du dich noch an ein Modell aus deiner Kindheit?

Kamilla: Ich habe damals mal einen kleinen Staubsauger modelliert – mit verschiedenen Saugfüßen zum Wechseln. Den habe ich noch immer!

WirHier: Wie ist aus dem Hobby ein Beruf geworden?

Kamilla: Ich habe in Aachen Handwerksdesign studiert. Während des Studiums bin ich mit meinen ersten Miniaturen auf Handwerkermärkte gefahren und habe festgestellt, dass mein Schmuck gut ankommt. 2014 habe ich dann am Gründerwettbewerb AC² teilgenommen und einen Geschäftsplan geschrieben. Damit bin ich unter die Top Ten gekommen. Die Idee konnte also nicht so schlecht sein. Seit 2014 bin ich offiziell selbstständig.

WirHier: Was sind die nächsten Projekte?

Kamilla: Die nächste Kollektion steht unter dem Motto „Zauberwald“. Da wird von Einhörnern bis Flamingos alles dabei sein.

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