Metallstange stürzt auf Gleis: Zug beschädigt, viele Verspätungen

Von: Beatrix Oprée
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Am Montagmorgen sind in Herzogenrath Teile eines Baugerüstes auf die Bahnstrecke Aachen-Mönchengladbach gestürzt. Ein Zug der Linie RB33 wurde dabei leicht beschädigt. Foto: Ralf Roeger

Herzogenrath. Am Montagmorgen ist im Herzogenrather Stadtteil Kohlscheid eine Eisenstange von einem Baugerüst auf die Bahnstrecke Aachen-Mönchengladbach gestürzt. Ein Zug der Regionalbahn 33 wurde dabei leicht beschädigt. Durch die einseitige Streckensperrung kam es zu längeren Verspätungen der Euregiobahn und der Linien RE4 und RB33.

Gegen 9.15 Uhr fiel die Stange von einem Baugerüst an der Kohlscheider Eisenbahnbrücke herunter. Dabei beschädigte die Oberleitungen. Anschließend passierte ein Zug der Linie RB33 die Unfallstelle und erfasste das Metallgestänge. Dadurch riss der Fahrdraht auf einer Länge von etwa 300 Metern ab und beschädigte einen Strommasten.

Der Zug konnte ohne zu Entgleisen angehalten werden. Die 21 Passagiere blieben unverletzt und wurden aus dem Zug gebracht. Sie stiegen auf einem Nebengleis in einen Ersatzzug um.

Thomas Hendricks, Sprecher der Herzogenrather Feuerwehr berichtet: „Da zunächst nicht bekannt war, ob noch Teile des verbliebenen Baugerüsts unter Strom standen, wurde die Bahnbrücke für den Verkehr komplett gesperrt.“

Die 1960 errichtete Forensberger Brücke war Anfang September wieder für den Straßenverkehr freigegeben worden, nachdem für rund 700.000 Euro Sanierungsarbeiten vorgenommen worden waren. Rund 4000 Fahrzeuge queren diese wichtige Verbindung in die umliegenden Wohngebiete täglich. Im Laufe der Zeit war Feuchtigkeit in den Beton eingedrungen, die zur Korrosion der Spannstäbe geführt hatte. Witterungsbedingt und wegen Lieferschwierigkeiten hatten sich die Bauarbeiten hinausgezögert. Unter anderem Restarbeiten zwecks Entwässerung der Brückenplatte sind daher noch nicht beendet. „Deren Terminierung ist von der Bahn abhängig“, sagt Herzogenraths Technischer Beigeordneter Ragnar Migenda. Sechs Nacht-Sperrzeiten zwischen dem 1. und 16. Februar hatte die Bahn dazu angeboten.

Wasser, das in das Gerüst eingedrungen und sich durch den Frost der vergangenen Tage ausgedehnt hat, könnte die Ursache dafür sein, dass sich die Aluminiumstangen aus den Halterungen lösten, sagt der Technische Beigeordnete nach Rücksprache mit dem Notfallmanager der Bahn. Jetzt ist alles überprüft, eine weitere Gefahr stelle das Gerüst laut Auskunft der Bahn nicht mehr dar.

In Sachen Haftung geht Migenda davon aus, dass Schadensersatzansprüche der Bahn an die ausführende Firma und deren Versicherung weitergegeben werden. „Die Stadt wird wohl schadenfrei bleiben. Hauptsache ist aber, dass niemand verletzt worden ist!“

Durch den Unfall ist die Bahnstrecke an der betroffenen Stelle bis in die Abendstunden nur eingleisig befahrbar. Es kann zu längeren Verspätungen durch Wartezeiten kommen.

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