Messerstecher überfahren: Rätselraten um Tod auf A4

Von: red/dpa
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Auf der A4 ist in der Nacht zu Montag ein Mann von einem Auto erfasst worden, nachdem er zuvor mehrere Menschen mit einem Messer verletzt hatte. Foto: Ralf Roeger
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Auf der Autobahn 4 ist in der Nacht zu Montag ein Mann von einem Auto erfasst und getötet worden. Er hatte zuvor mehrere Menschen mit einem Messer angegriffen und teils lebensgefährlich verletzt. Foto: Ralf Roeger

Aachen/Düren. Ein bizarrer Todesfall hat in der Nacht einen großen Polizeieinsatz ausgelöst. Ein noch unbekannter Mann verletzte zunächst in Aachen und auf einem Rastplatz an der Autobahn 4 bei Düren drei Menschen mit einem Messer zum Teil lebensgefährlich. Schließlich wurde er selbst von einem Auto erfasst und getötet.

Wie der Sprecher der Aachener Staatsanwaltschaft, Jost Schützeberg, am Montagvormittag mitteilte, war der Mann gegen 1 Uhr zunächst mit einem Taxi von Heerlen in den Niederlanden nach Aachen gefahren. Als der Gast in der Aachener Pontstraße die Fahrt bezahlen sollte, habe er mit einem Messer auf den Fahrer eingestochen und sei geflüchtet. Der Angegriffene erlitt schwere Verletzungen.

Kurz darauf forderte der Mann in einer nahegelegenen Straße Geld von einem Anwohner, der gerade sein Auto umsetzen wollte. „Als der es nicht gab, hat er ihn mit mehreren Stichen schwer verletzt”, sagte Schützeberg.

Dann nahm sich der Täter ein weiteres Taxi und fuhr damit in Richtung Köln. Hinter Weisweiler bat er den Fahrer um einen Stopp auf dem Rastplatz Rurscholle. Der Fahrer, der über Funk vor dem Fahrgast gewarnt worden war, nutzte diese Pause und flüchtete mit seinem Wagen.

Der Täter attackierte anschließend einen Lkw-Fahrer, der sich auf dem Parkplatz aufhielt, und verletzte ihn lebensgefährlich. Danach versuchte der Mann, die Autobahn zu überqueren. Dabei wurde er gegen 3 Uhr von einem Auto erfasst und getötet.

Auch der Fahrer des Wagens, der den Messerstecher traf, wurde verletzt. Mehrere Autofahrer, die den Mann auf der nächtlichen Fahrbahn nur knapp verfehlt hatten, mussten vor Ort seelsorgerisch betreut werden.

Die Identität des Getöteten sei noch unklar, sagte der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft in Aachen, Jost Schützeberg. Zur Klärung der Hintergründe sei die niederländische Polizei eingeschaltet.

Die Autobahn 4 in Richtung Köln war zwischen Weisweiler und Düren für mehrere Stunden gesperrt, es kam zu kilometerlangen Staus. Der Verkehr wurde ab Aachen über die Autobahnen 44 und 61 umgeleitet.

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