Messerstecher auf Grillfest: Mehr als 20 Verletzte

Von: René Benden und Udo Kals
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Messerstecher Alsdorf
Bei einer Attacke auf einen Alsdorfer Karnevalsverein soll es mehr als 20 Verletzte gegeben haben, darunter auch Schwerverletzte. Foto: Ralf Roeger

Alsdorf. Ein der Polizei bekannter Mann aus Alsdorf hat bei einem Grillfest der Alsdorfer Karnevalsgesellschaft Stadtgarde am Samstagabend mit einem Messer zwei Menschen schwer verletzt. Als der Mann, der drogenabhängig sein soll, schließlich von Festgästen überwältigt wurde, ist er selber verletzt worden. Zuvor hatte der Täter, der nach Zeugenangaben einen verwirrten Eindruck gemacht hatte, zahlreiche Menschen mit Reizgas verletzt. Das Motiv ist noch unklar.

Auf der Homepage der Alsdorfer Stadtgarde laden die Karnevalisten auch am Sonntag noch zu ihrem Grillfest in die Burg ein. Doch die Veranstaltung ist längst abgesagt, zum Feiern ist nach der Reizgas- und Messerattacke vom Vorabend niemandem zumute.

Gegen 23 Uhr hatte der Täter nach Zeugenangaben - mit Mundschutz und Taucherbrille bekleidet - das Grillfest der Karnevalisten an der Alsdorfer Burg betreten. Zunächst sei er zur Kasse gegangen und habe der dort sitzenden Frau Reizgas ins Gesicht gesprüht, berichtet Toni Sistermanns, Präsident der Stadtgarde. Er habe zunächst gedacht, dass der Mann es auf Geld abgesehen habe. Doch der Vermummte ging danach mit dem Reizgas auf andere Feiernde los. Die Anzahl der durch das Spray Verletzten wurde von offizieller Seite noch nicht beziffert, Zeugen sprechen von rund zwei Dutzend.

Schließlich zückte der Mann, der drogenabhängig sein soll, ein Messer und stach zu. Ein Mann wurde am Bein, ein anderer im Bauch schwer verletzt. Als sich einige Karnevalisten ein Herz nahmen und den Mann entwaffnen wollten, wurde der Junkie im Handgemenge selber schwer verletzt. Dieser und der im Magen-Darm-Bereich verletzte Helfer liegen noch im Krankenhaus, der dritte schwer Verletzte hat das Krankenhaus bereits wieder verlassen.

Über das Motiv wird derzeit noch gerätselt. Der Täter ist zwar kein Mitglied der Stadtgarde, betont Toni Sistermanns, doch ist er einigen Mitgliedern namentlich bekannt. Nach Einschätzung des Karnevalisten-Chefs hat der Mann einen verwirrten Eindruck gemacht. „Ihr verkauft Kinder“, habe er gerufen, berichtet Sistermanns.

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