Messerattacke wegen einer Lappalie

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Den Täter (43) nahm die Polizei unmittelbar nach der Tat in der Vereinsstraße fest. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Die 34-jährige Angestellte einer Anwaltskanzlei an der Aachener Vereinsstraße hat am Dienstag zeitweise mit dem Tod gerungen. Und das möglicherweise wegen einer Lappalie.

Nach bisherigen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft ist der 43-jährige mutmaßliche Täter wegen eines abgesagten Termins mit seinem Anwalt durchgedreht. Der Mann hatte am Montag die Kanzlei betreten und das Opfer mit etlichen Messerstichen schwer verletzt.

Die Frau schwebte am Dienstagmorgen in akuter Lebensgefahr, später besserte sich ihr Zustand zum Glück, wie Oberstaatsanwalt Robert Deller sagte. Nach jetzigem Kenntnisstand kannten sich Täter und Opfer nicht persönlich, vielmehr vertrat der Anwalt den Mann aus Alsdorf in einem zivilrechtlichen Verfahren.

Für Montag hatte der 43-Jährige einen Termin in der Kanzlei, der jedoch abgesagt worden war. Der Mann erschien trotzdem. Als die Angestellte die Absage bekräftigte, nahm die brutale Bluttat ihren Lauf.

Der 43-Jährige konnte am Tatort von der Polizei festgenommen werden. Gegen ihn wird wegen versuchten Mordes ermittelt. Gegenüber der Polizei schweigt der Mann bisher.

Recherchen unserer Zeitung haben ergeben, dass der 43-Jährige schon einmal für einen Großeinsatz sorgte. Deller bestätigte dies. Das war vor vier Jahren im Alsdorfer Stadtteil Begau. Damals hatte der Mann am Tage des Todes seines Vaters Familienangehörige mit einem Messer bedroht, eine Tante verletzt und sich dann verschanzt.

Ein Sondereinsatzkommando stürmte das Haus und nahm den Mann fest. Er wurde in psychiatrische Behandlung gebracht, Hinweise für ein Strafverfahren finden sich laut Deller in den Akten der Staatsanwaltschaft jedoch nicht.
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