Messerattacke in Kneipe: Mann in Lebensgefahr

Von: Matthias Hinrichs
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Aachen. Eine Bluttat, die sich am Montagabend in einer Gaststätte an der Alexanderstraße ereignet hat, gibt den Ermittlern derzeit Rätsel auf.

Polizei und Staatsanwaltschaft fahnden mit Hochdruck nach einem Unbekannten, dem sie versuchte Tötung vorwerfen. Ein 33-jähriger Mann aus Würselen war in der Kneipe von dem Mann derart massiv mit einem Messer attackiert worden, dass er auch am Dienstag noch in Lebensgefahr schwebte. Die Behörden tappen trotz Befragung mehrerer Zeugen, die das Geschehen unmittelbar beobachtet haben könnten, bei den Ermittlungen bislang im Dunklen.

Opfer wollte Zigaretten kaufen

Gegen 21.35 Uhr hatte das Opfer die Kneipe nahe dem Hansemannplatz aufgesucht; offenbar wollte der Mann dort Zigaretten besorgen, wie die Polizei am Mittwoch berichtete. Ein Bekannter, der ihn begleitete, wartete unmittelbar vor der Gaststätte.

Was sich danach zutrug, blieb am Mittwoch völlig offen. Klar scheint bislang lediglich, dass der 33-Jährige von einem Gast niedergestochen wurde. Ob Täter und Opfer sich kannten, ob es zuvor zu einer wie auch immer gearteten Auseinandersetzung zwischen den beiden gekommen war, war bei der Staatsanwaltschaft am Dienstagnachmittag nicht zu erfahren. „Über Hintergründe und Motiv der Tat können wir frühestens am Mittwoch etwas sagen”, erklärte Behördensprecher Jost Schützeberg.

Notoperation im Krankenhaus

Trotz seiner schweren Verletzungen hatte das Opfer die Gaststätte jedenfalls noch verlassen. Sein Begleiter brachte den Mann ins Krankenhaus, wo sofort eine Notoperation vorgenommen wurde. Erst von dort aus wurde die Polizei informiert.

Als sie in der Gaststätte eintraf, war der Täter bereits geflüchtet. Über seine Identität und mögliche Motive erfuhren die Fahnder laut Staatsanwaltschaft zunächst nichts.

Aus bislang vorliegenden Zeugenaussagen gehe lediglich hervor, dass der Mann etwa 1,60 bis 1,75 Meter groß und von kräftiger Statur gewesen sein soll. Er wird auf etwa 25 bis 30 Jahre geschätzt und soll ein „südländisches Erscheinungsbild” haben, so die Polizei. Sie ermittelt nun wegen versuchter Tötung. Zeugen, die nähere Angaben zu Verlauf und Hintergrund der Tat machen können, werden gebeten, sich telefonisch unter 9577-31101 oder (außerhalb der Bürodienstzeiten) 9577-34210 zu melden.
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