Menschenhändler muss doppelt in den Knast

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Aachen/Heerlen. Sowohl in Deutschland als auch in den Niederlanden muss ein Schleuser, der im Grenzgebiet tätig war, nacheinander Haftstrafen absitzen.

Der irakische Staatsbürger hatte mehrfach versucht, Menschen mit gefälschten Pässen nach Skandinavien zu schleusen. Durch die Zusammenarbeit mit der königlichen Marechaussee in Heerlen und der Bundespolizei aus Aachen hatten die niederländischen Behörden festgestellt, dass der Mann kein kleines Licht in der Schleuserszene ist.

Im August 2007 hatte er versucht, zwei Iraker über einen Nachtzug aus Belgien mit gefälschten dänischen Pässen nach Dänemark zu schleusen.

Die Ermittlungen der Bundespolizei ergaben, dass gegen ein Entgelt für den Schleuser von jeweils 10.000 Euro pro Person die Reise mit den gefälschten dänischen Pässen organisiert war und der Schleuser in den benachbarten Niederlanden wohnhaft war. Nach intensiven Ermittlungen konnte dem Schleuser auch in den Niederlanden schnell nachgewiesen werden, dass er weitere Personen in die Niederlande eingeschleust hatte. In den Niederlanden wurde er wegen Menschenschmuggel zu 30 Monaten Freiheitsstrafe verurteilt.

Nach 20 Monaten Haft wurde er den deutschen Behörden mit europäischem Haftbefehl überstellt und am Montag in Deutschland zu einer Haftstrafe von einem Jahr und sechs Monaten (drei Jahre auf Bewährung) verurteilt.

Weiterhin wurde eine Geldstrafe von 20.000 Euro angeordnet. Natürlich trägt der Schleuser auch die Kosten des Verfahrens.
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