Mehr Videoüberwachung in Bus und Bahn

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Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr geht in die Überwachungsoffensive: Bis 2019 sollen alle S-Bahn- und Regionalzüge vollständig und auf allen Linien mit Videokameras ausgestattet werden. Foto: dpa

Aachen/Köln. Regionalexpresszüge (RE), S-Bahnen und Busse sollen auch in der Region sicherer werden. Sukzessive werden die Fahrzeuge wie in anderen Teilen des Landes zunehmend mit Videokameras ausgerüstet. Während nach den Plänen des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) die Umrüstung aller Züge bis 2019 oder 2020 abgeschlossen sein soll, wollen sich die Verantwortlichen beim Nahverkehr Rheinland (NVR) und beim Aachener Verkehrsverbund (AVV) zwar auf kein konkretes Datum festlegen.

Klar ist aber auch: „Wir setzen ebenfalls auf Überwachungskameras“, sagt AVV-Sprecherin Birgit Krücken.

So gibt es inzwischen in fast jedem zweiten der mehr als 200 Aseag-Busse solche Geräte, um den Ein- und Ausstiegsbereich zu kontrollieren, sagt Unternehmenssprecherin Anne Linden. Tendenz steigend. Seit dem Jahr 2005 seine rund 140.000 Euro investiert worden. Die Aseag wertet diese Strategie als Erfolg. Zum einen werde das Sicherheitsempfinden von Fahrern und Passagieren erhöht. Zum anderen werde Filmmaterial von Polizei oder Staatsanwaltschaft angefordert, um Straftaten aufzuklären. 2012 habe es zwölf entsprechende Anfragen gegeben, 2013 bislang sechs. Immerhin. Auch die Polizei begrüßt den Einsatz der Technik. „Wenn eine Körperverletzung oder ein Diebstahl gefilmt wird, hilft das natürlich“, sagt Sprecherin Iris Wüster.

Auch auf der Schiene soll so für mehr Sicherheit und weniger Vandalismus gesorgt werden, sollen Kameras vor allem potenzielle Täter abschrecken. Seit einigen Jahren sei die Installation solcher Geräte Teil der Ausschreibung für neue Zug-Generation, sagt Holger Klein, Sprecher der NVR. So sei die RE-Linie 9 zwischen Aachen und Siegen seit 2009 mit Kameras ausgestattet, ebenso einige S-Bahn-Linien und das Kölner Dieselnetz mit Verbindungen nach Euskirchen, Trier oder Koblenz. Die Euregiobahn wie auch viele RE-Linien fahren bislang noch ohne diese Überwachungstechnik.

Bei der Euregiobahn soll sich dies durch die nächste Ausschreibung zum Jahr 2017 ändern. Vor allem für das Ruhrgebiet, wo die Kernverbindungen, also die stark frequentierten RE-Linien 1, 4, 5, 6 und 11, derzeit noch ohne Überwachungskameras fahren, dürfte sich das innerhalb der nächsten sechs Jahre ändern. Denn auch hier gilt die regel: Werden Strecken neu ausgeschrieben, müssen sich die dann beauftragten Unternehmen zum Einbau der Kameras verpflichten. Die Regionalexpress-Linie RE 2 Düsseldorf - Münster soll nach Angaben der „WAZ“ ab Dezember 2014 videoüberwacht rollen, die RE 7 Krefeld-Hagen-Minden ab Dezember 2015.

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