Mehr Schutz gegen Lärm an der A4

Von: Verena Richter
Letzte Aktualisierung:

Kerpen. Peter Abels und seine Mitstreiter lassen sich nicht unterkriegen. Ihnen droht, wie vielen anderen in Buir, eine höhere Lärm- und Staubbelastung, weil die A4 näher an den Kerpener Ortsteil heranrücken soll.

Verhindern lässt sich die Verlegung wegen der Erweiterung des Hambacher Tagesbaus nicht, eine Klage von Peter Abels wurde bereits abgewiesen.

Aufgeben will er aber trotzdem nicht, und so gründete er mit einigen weiteren Buirern die Genossenschaft „Sonnenwaende”. Die Idee dahinter klingt simpel: Wenn sich Dreck und Lärm nicht verhindern lassen, dann muss die Belastung wenigstens so gering wie möglich gehalten werden.

Abhilfe könnte ein Lärmschutzwall schaffen, der auf einer 2,4 Kilometer langen Strecke errichtet werden soll. Geplant sei vom Landesbetrieb Straßenbaum, Straßen.NRW eine etwa vier Meter hohe Lärmschutzwand, sagt Abels. Das reiche aber nicht aus. „Laut eines Gutachters müsste die Mauer mindestens acht Meter hoch sein, dann würden Lärm und Schmutz über Buir hinweggeführt”, erklärt Abels.

Und so macht die Genossenschaft „Sonnenwaende” aus der Not eine Tugend, indem sie selbst für die höhere Lärmschutzwand sorgen will. Es soll keine einfache Betonwand werden, vielmehr plant die Genossenschaft eine multifunktionale Wand, die durch Solarzellen Strom produzieren und außerdem durch moderne Bauteile im unteren Bereich der Mauer Stickoxide reduzieren soll. „Mit dem Strom könnte der ganze Ort versorgt werden”, sagt Abels.

Die Genossenschaft stockt auf

Die Idee wurde mit einem Ingenieurbüro ausgearbeitet, nun müsste als nächster Schritt eine Machbarkeitsstudie erstellt werden. „Es könnte ein Vorzeigeprojekt und an vielen Stellen eingesetzt werden”, sagt Abels.

Finanziert werden soll die Mauer mit öffentlichen und privaten Geldern. Straßen.NRW würde für die eigentliche Lärmschutzwand 2,4 Millionen Euro ausgeben, Abels und seine Mitstreiter haben nun den Vorschlag gemacht, dass Straßen.NRW dieses Geld „Sonnenwaende” geben soll, die Genossenschaft würde den Rest aufstocken. 9,5 Millionen Euro Gesamtkosten kalkuliert die Genossenschaft vorsichtig für die Multifunktionsmauer ein. Und nun hofft Abels, dass Straßen.NRW ein Einsehen hat.

Dort hält man die Idee der Genossenschaf grundsätzlich für gut. „Zur Zeit wird beim Ministerium für Bau und Verkehrt geprüft, ob eine Erhöhung der Mauer möglich ist. Von vier auf acht Meter zu erhöhen, ist schon enorm”, sagt Bernd Aulmann von Straßen.NRW. Die Statik könnte da zum Problem werden, doch Genaueres müsse man nun erst einmal abwarten.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert