Mehr Kongresse, Konzerte und Events

Von: Angela Delonge
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Aachen. Wer bei Skål an den TV-Silvesterhit „Dinner for one” denkt, liegt nicht ganz falsch. Denn der skandinavische Name des weltweit agierenden Wirtschaftsclubs für Tourismus ist üblicherweise die Bezeichnung für Prost.

Immerhin geht er zurück auf den mit guten Wünschen verbundenen Willkommenstrunk, der früher Fremden in einer Schale als Zeichen der Freundschaft überreicht wurde. So gesehen ist der Name Skål auch Programm.

Denn Ziel des Clubs ist es, in einem freundschaftlichen Miteinander ein touristisches Netzwerk weiter zu spannen - über alle Grenzen hinweg. Bei Skål finden sich branchenübergreifend Führungskräfte aus der Tourismusbranche zum „Business among Friends” zusammen. Es geht vor allem darum, Kontakte zu knüpfen und in aller Freundschaft Geschäfte zu machen. „Natürlich sind die einzelnen Mitglieder immer auch Konkurrenten”, sagt Detlef Hambücker, Präsident des Aachener Skål-Clubs und Geschäftsführer der Aachener Reha-Klinik Schwertbad, aber „letztlich haben wir doch alle die gleichen Probleme.”

Seit 1981 gibt es den Aachener Skål-Club, Detlef Hambücker führt ihn seit 1998 und hat den Club in dieser Zeit zu beachtlicher Größe geführt. Das mag mit ein Grund sein, warum die Aachener an diesem Wochenende erstmals das Präsidenten- und Sekretäre-Treffen aller deutschen Skål-Clubs ausrichten. „Unsere Region hat touristisch doch viel zu bieten”, sagt Gastgeber Hambücker. Davon will er die rund 60 angemeldeten Gäste und deren Begleitung mit einer Stadtrundfahrt bei Nacht, einer Fahrt nach Maas­tricht, einer Besichtigung von Altstadt, Domschatzkammer sowie einem Empfang bei Oberbürgermeister Marcel Philipp überzeugen.

Trotz aller Aspekte auf der Habenseite bleibe für Touristiker in der Region viel zu tun, meint Hambücker. So hält er zum Beispiel die Vernetzung der touristischen Angebote innerhalb der Region für ausbaufähig, so müsse der Heinsberger Raum mehr eingebunden werden, der ja durchaus Zuwächse im Tourismus zu verzeichnen hat. „Hier müssen wir einen Blick Richtung Norden werfen.”

„Brauchen ein besseres Angebot”

Auch gelte es vor dem Hintergrund der in diesem Jahr rückläufigen Tourismuszahlen in Aachen, Fragen zu beantworten. Woran liegt das, und was fordert der Tourist für die Zukunft? Hambücker hält es für unabdingbar, den touristischen Standort weiter auszubauen und zu stärken. Gemeint sind mehr Hotels, mehr Kongresse, mehr Events.

„Wir brauchen insgesamt ein besseres Angebot, um mit Köln und Düsseldorf konkurrieren zu können”, betont Hambücker. Allerdings solle dies nicht in Konkurrenz zum Eurogress geschehen, das er für eine „tolle Adresse in der Region” hält. „Ich denke da vielmehr an eine Erweiterung für das Eurogress, zum Beispiel an eine Multifunktionshalle. „Um hier sinnvoll zu investieren, brauchen wir einen touristischen Masterplan”, findet der Skål-Präsident, der „grundsätzlich allen neuen Projekten gegenüber sehr aufgeschlossen” ist.

So hält Hambücker viel vom Aachener Campusbahn-Projekt: touristisch zwar nicht von herausragender Bedeutung, aber eine Bereicherung für die Stadt gerade im Hinblick auf Nachhaltigkeit. Ähnlich positiv fällt sein Urteil über die Entwicklung in Schwammenauel am Rursee aus, wo ein niederländischer Investor gerade ein Feriendorf mit 1154 Betten baut. „Diese Investition geht in die richtige Richtung”, findet Hambücker. „Der Naturpark Eifel ist ja gut und schön, aber es müssen auch die entsprechenden Übernachtungsmöglichkeiten her.” Klares Ziel müsse sein, das touristische Netzwerk in der Region weiter zu spinnen. Mit Unterstützung der Nachbarclubs wolle man den touristischen Standort Region Aachen weiter stärken. Ausdrücklich sei auch die grenzüberschreitende Zusammenarbeit gemeint. „Das liegt in unserer Region doch auf der Hand.”
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