Düsseldorf - Mehr Datenschutz bei Zahlung mit EC-Karte

Mehr Datenschutz bei Zahlung mit EC-Karte

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EC-Karte / Geldautomat
Mit den Ländern Hessen und Bayern habe NRW sich auf strengere Regeln beim Einkauf mit EC-Karten und beim Lastschriftverfahren verständigt. Foto: dpa

Düsseldorf. Beim Lastschriftverfahren mit EC-Karten pocht der nordrhein-westfälische Datenschutzbeauftragte auf strengere Regeln.

„Die Zahlungsdienstleister sollen kein Nutzerprofil und keine Bonitätsprognosen für die Karteninhaber mehr erstellen dürfen”, sagte die Sprecherin des Datenschutzbeauftragten, Bettina Gayk, am Montag in Düsseldorf.

Mit den Ländern Hessen und Bayern habe NRW sich auf strengere Regeln beim Einkauf mit EC-Karten und beim Lastschriftverfahren verständigt. Die Daten dürften längstens zwei Wochen gespeichert werden, sagte Gayk. Bislang seien Speicherungen von bis zu einem Jahr erfolgt. „Das darf nicht sein”, sagte die Sprecherin.

In den drei Bundesländern sind große Zahlungsdienstleister ansässig. In Ratingen bei Düsseldorf hat die Firma Easycash ihren Sitz - nach eigenen Angaben Marktführer beim kartengestützten Zahlungsverkehr. Das Unternehmen wickelte im vergangenen Jahr mehr als eine Milliarde Transaktionen in Deutschland ab. Ein Sprecher sagte, es liefen noch Gespräche mit dem Datenschutzbeauftragten. Er bestätigte Angaben des Radiosenders NDR-Info. Demnach betonte Easycash, das besonders in der Kritik gestanden hatte, man sei „bereits jetzt in nahezu allen Punkten” nach den Vorgaben des zuständigen Landesdatenschutzes in NRW tätig.

Laut NDR wird auch die Bildung gemeinsamer Datenpools, in denen neben der Kontonummer auch Kaufbetrag, Zeitpunkt und Ort des Einkaufs hinterlegt sind, eingeschränkt. Solche Datensammlungen seien künftig „ausschließlich zur Missbrauchsbekämpfung” zulässig.

Das Lastschriftverfahren wird über Zahlungsdienstleister abgewickelt. Die Unternehmen empfehlen den Händlern bei der Zahlung, ob die für den Händler teurere, aber sicherere PIN-Nummer oder das Lastschriftverfahren genutzt werden soll. Bestehen Zweifel an der Zahlungsfähigkeit von Kunden, empfehlen die Dienstleister das PIN-Verfahren, wie Gayk erläuterte.
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