Mehr Arbeit fürs Aachener Sozialgericht

Von: wos
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Aachen. Obwohl das Aachener Sozialgericht das kleinste in ganz Nordrhein-Westfalen ist, hat es im vergangenen Jahr als einziges Sozialgericht mehr Fälle zu bearbeiten gehabt als noch 2011. 13 Richter hatten fast 5000 Verfahren zu entscheiden, 5,2 Prozent mehr als 2011, wie Gerichtssprecher Dieter Bischofs mitteilte. Die Fallzahlen an den übrigen NRW-Sozialgerichten sind rückläufig.

Der Anstieg sei vor allem auf Zuwächse von Klagen in den Bereichen des Schwerbehindertenrechts, der gesetzlichen Rentenversicherung und der Unfallversicherung zurückzuführen, erklärte Gerichtspräsidentin Cornelia Kriebel. Die Zahl der Verfahren im Bereich der sogenannten Hartz-IV-Verfahren sei dagegen im Vergleich zu 2011 um 3,3 Prozent gesunken.

Durch die zusätzlichen Fällen ist am Aachener Sozialgericht die Zahl der unerledigten Verfahren um neun Prozent gestiegen, von 3006 auf 3277 Verfahren. Durchschnittlich seien bei 383 eingegangenen Verfahren pro Richter 362 Verfahren abgeschlossen worden, erklärte Bischofs. Mit Laufzeiten von 8,3 Monaten bei Klageverfahren und 0,8 Monaten bei Eilverfahren liege das Gericht nach wie vor unter dem Landesschnitt von 12,8 Monaten bei Klage- und 1,1 Monaten bei Eilverfahren.

Gemeinsam mit den sieben weiteren Sozialgerichten in NRW veranstaltet das Sozialgericht Aachen am 13. Juni einen „Tag des Behindertenrechts“. Betroffene und Interessierte sind eingeladen, sich über Sozialleistungen und den sozialen Rechtsschutz für behinderte Menschen zu informieren.

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