Mega-Glückspilz: Lottospieler aus der Region wird 37-facher Millionär

Von: Christoph Velten
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Nein, wir haben den Lottoschein auch nicht: Die richtigen Zahlen sind im Nachhinein angekreuzt worden, um den richtigen Tippschein zu symbolisieren. Fest steht bislang nur: Ein Spieler aus dem Raum „Aachen/Eifel“ hat am Wochenende 37,1 Millionen Euro gewonnen. Foto: dpa

Aachen/Nordeifel. Kennen Sie jemanden, der sich seit Samstag nicht mehr gemeldet hat oder der irgendwie so ungewöhnlich glücklich klang am Telefon? Jemanden, der sich spontan in die Karibik verabschiedet hat und heute nicht mehr am Arbeitsplatz aufgetaucht ist? Vielleicht handelt es sich ja um den Gewinner des „Superjackpots“ in Höhe von 37,1 Millionen Euro, den am Pfingstwochenende ein Tipper aus dem Raum „Aachen/Eifel“ gewonnen hat.

Näheres will man bei Westlotto erstmal nicht verraten. „Aus Spielerschutz“, wie Viktoria Kester von WestLotto am Dienstag in Münster sagt.

Verständlich, denn so eine Summe weckt nicht nur Begehrlichkeiten bei Verwandten und Freunden, sie kann einen Einzelnen auch ganz schön überfordern. Bislang hat sich der oder die Gewinnerin jedenfalls noch gar nicht gemeldet. „Vielleicht braucht er ja noch ein wenig Zeit, um den Gewinn sacken zu lassen“, sagt Kester. Jetzt könne man erstmal nur abwarten. Drei Jahre hat der Gewinner Zeit, sich bei WestLotto zu melden. „In der Regel geht das bei so großen Gewinnsummen aber schneller“, sagt Kester. Und sie muss es wissen: Es ist bereits das siebte Mal in diesem Jahr, dass ein Tipper aus NRW einen Millionen-Gewinn im Lotto gewinnt.

Der Spieler hatte keine Kundenkarte, in Münster weiß man also noch nicht, um wen es sich handelt. Man kennen lediglich die Annahmestelle, will aber auch diese nicht verraten. Auch das ist nicht weiter ungewöhnlich.

Der Gewinn selbst ist es aber allemal. Normalerweise gibt es einen Lotto-Jackpot bei „6 aus 49“ für sechs Richtige mit Superzahl. Am vergangenen Samstag reichte dem Tipper allein die gezogene Reihe 5, 13, 15, 26, 30, 44, um die 37 Millionen Euro abzuräumen. Denn die höchste Gewinnklasse blieb erneut unbesetzt. Schon in den zwölf vorherigen Ziehungen war es keinem Tipper gelungen, den Jackpot zu knacken. Daher musste er nun nach den Spielbedingungen in der 13. Ziehung zwangsweise der darunterliegenden Gewinnklasse zugeteilt werden. Und sie hatte nur einen einzigen Gewinner.

„Das ist doppeltes Glück“, sagte eine Sprecherin von Lotto Hamburg. Sie sprach von einem „historischen Ereignis“, dass erstmals in der 60-jährigen Lotto-Geschichte der Jackpot zwangsweise habe zugeteilt werden müssen. Zuvor seien in drei Fällen noch in der 13. Ziehung sechs Richtige mit Superzahl getippt worden.

Vor der Ziehung war der Jackpot schon mit rund 33 Millionen Euro gefüllt. Der höchste Jackpot bei „6 aus 49“ war im Dezember 2007 mit damals 45,4 Millionen Euro von drei Spielern geknackt worden. Erst im März hatte ein Glückspilz aus dem Rhein-Sieg-Gebiet bei Köln sagenhafte 76.766.891,40 Euro beim Eurojackpot gewonnen. Wer genau? Man weiß es nicht.

Hierzulande dürfen Lottogewinner anonym bleiben. Anders als in den USA, wo man mit seinem Lottoschein oft auch das Recht auf Privatsphäre abgibt – die Lottogesellschaften wollen schließlich mit den Glückspilzen Reklame machen. Der deutsche Jackpot-Gewinner muss nichts Vergleichbares befürchten.

Und jetzt? „Nach der Freude kommt der Schock“, weiß Westlotto-Sprecher Axel Weber aus Erfahrung. Der Schock des Millionen-Gewinns. Für diese Phase gebe es drei goldene Regeln: „Erstens: die Klappe halten.“ Will sagen: Nicht gleich überall rumposaunen, dass man jetzt einen achtstelligen Betrag auf dem Konto hat. „Zweitens: Keine unüberlegten Handlungen.“ Was nützt alles Stillschweigen, wenn man sich einen fetten Ferrari vor die Tür stellt? „Drittens: von seriösen Banken oder Sparkassen beraten lassen.“ Dann könne man mit den Millionen auch glücklich werden.

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