Aachen - Medizinstudium: RWTH präferiert Medizinertest nach Vorbild der Uni Heidelberg

Medizinstudium: RWTH präferiert Medizinertest nach Vorbild der Uni Heidelberg

Von: hjd
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Medizin
Bisher wurden Medizinstudienplätze an der RWTH Aachen ausschließlich nach Abitur-Durchschnittsnoten vergeben – das muss sich bald ändern. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Aachen. „Wir sind vorbereitet“, sagte Prof. Aloys Krieg, Prorektor für Lehre an der RWTH Aachen, am Dienstag in Reaktion auf das Karlsruher Urteil. Die RWTH verfährt auch beim hochschuleigenen Auswahlverfahren, über das 60 Prozent der Medizinstudienplätze vergeben werden, ausschließlich nach Abitur-Durchschnittsnote – und muss sich bald also umstellen.

„Wir können uns vorstellen, den Medizinertest nach Vorbild der Universität Heidelberg einzuführen“, sagte Krieg. Unabdingbar sei allerdings, dass das Verfahren standardisiert werde, damit Rechtssicherheit gewährleistet sei. Auch Bonuspunkte etwa für eine Ausbildung seien denkbar. Das letzte Wort habe die medizinische Fakultät, sagte Krieg.

Ärztekammer-Präsident Frank Ulrich Montgomery nannte das Urteil „das richtige Signal zur richtigen Zeit“. Bei der Reform des Studiums müsse nun Tempo gemacht werden.

Der Vorsitzende des Marburger Bundes, Rudolf Henke (Aachen), kritisierte, dass viele geeignete Bewerber an der Aufnahme ihres Wunschstudiums gehindert würden, weil die Zahl der Medizinstudienplätze auf dem Niveau von 1990 verharre. Ärztekammer und Marburger Bund erneuerten ihre Forderung nach mindestens zehn Prozent mehr Medizin-Studienplätzen.

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