Maut-Proteste: Lkw-Fahrer heben Blockaden auf

Von: jar
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Die belgischen Lkw-Fahrer protestierten gegen die neue Maut, in dem sie überall im Land Straßen blockierten. Symbolbild: dpa Foto: dpa

Eupen/Lichtenbusch. Im Konflikt um die seit 1. April in Belgien eingeführte Maut für Lastwagen hat jetzt Innenminister Jan Jambon ein hartes Durchgreifen angekündigt. Die ersten Straßenblockaden von Lastwagenfahrern wurden daraufhin aufgelöst.

Seit Einführung der Abgabe hatten an mehreren Stellen im Land Lkw-Fahrer aus Protest Straßen blockiert. Nachdem der Innenminister mit Geldbußen, Führerscheinentzug und dem Abschleppen der Fahrzeuge gedroht hatte, gaben nun die ersten Fahrer auf.

Wie die ostbelgische Tageszeitung „Grenzecho“ auf ihrer Webseite berichtet, hatten die Blockaden Angst vor Versorgungsengpässen insbesondere im Einzelhandel und bei Tankstellen, aber auch in sozialen Einrichtungen und Krankenhäusern ausgelöst.

Auch deutsche Lkw-Fahrer waren von den Blockaden betroffen: Sie mussten sich gegen ihren Willen daran beteiligen, da sie zwischen den Lastwagen der Protestanten feststeckten und auch nicht in der Lage waren, zu der Bezahlstation der Maut-Stelle vorzudringen.

Die Maut beträgt zwischen 0,07 und 0,30 Euro pro Kilometer, abhängig vom Straßentyp, dem zulässigen Gesamtgewicht des Fahrzeugs und der Emissionsnorm.

Vertreter des Transportgewerbes kündigten an, bis zum 14. April keine weiteren Aktionen durchzuführen. Dann sollen weitere Gespräche mit der wallonischen Regionalregierung geführt werden.

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