Massencrash auf A57: Brandstifter noch nicht ermittelt

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Einen Monat nach der durch ein Feuer ausgelösten Massenkarambolage auf der Autobahn 57 bei Dormagen ist der Brandstifter noch nicht ermittelt. Foto: dpa

Düsseldorf. Einen Monat nach der durch ein Feuer ausgelösten Massenkarambolage auf der Autobahn 57 bei Dormagen ist der Brandstifter noch nicht ermittelt.

„Wir bekommen weiter jeden Tag Hinweise”, sagte Polizeisprecher André Hartwich am Dienstag über den Stand der Ermittlungen. Der Qualm hatte am 14. Februar nachts auf der Strecke zwischen Köln und Düsseldorf einen Massencrash ausgelöst.

21 Autos und Lastwagen rasten ineinander, ein 29 Jahre alter Mann starb. Eine 35-jährige Frau, die lange in Lebensgefahr schwebte, ist nach Polizeiangaben inzwischen über dem Berg.

Die von vielen Pendlern benutzte Autobahn 57 ist seit dem Unfall komplett gesperrt. Die Brücke wurde abgerissen, bis Ostern soll ein Ersatz stehen. Seit der Sperrung quälen sich aber ellenlange Staus über die Ausweichrouten bei Dormagen.

Pendler müssen sich auf eine viel längere Anfahrt zur Arbeit einstellen. „Morgens und abends ist Stau und zähfließender Verkehr die Regel”, berichtete ein Polizeisprecher in Neuss. Über die A 57 rollen normalerweise täglich 70 000 Autos. Eine Bundesstraße kann dagegen nur 20 000 Fahrzeuge aufnehmen.

Um die Durchfahrt zu erleichtern, hat die Stadt Dormagen inzwischen Ampelschaltungen verändert und temporäre Halteverbote erlassen. Auf den Schleichwegen wird in der Nähe von Kindergärten und Schulen sogar ein Radarwagen eingesetzt. Denn manche Autofahrer drücken dort aufs Tempo, wenn der Verkehr weniger dicht ist.

Auf der Suche nach dem unbekannten Täter setzten die Ermittler auch auf Plakate sowie eine Belohnung für Hinweise von 1500 Euro. Sie nehmen an, dass der Brandstifter aus der Gegend kommt und das Ausmaß der Katastrophe nicht kalkuliert hatte.

Dabei waren unter der Brücke Kunststoffrohre in Brand geraten. Der Qualm stieg auf und raubte auf der Autobahn in der Dunkelheit den ahnungslos herannahenden Fahrern die Sicht. Der Sachschaden beträgt ungefähr acht Millionen Euro. In der kommenden Woche wird ein erstes Brückenteil in die Lücke auf der Fahrbahn geschoben.
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