Marokkaner-Mord: Verurteilter nimmt sich in Haft das Leben

Von: hau
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Leichenfund
In einem Waldgebiet bei Arcen wurden vor einem Jahr zwei Leichen gefunden. Ein Verurteilter hat sich jetzt umgebracht.

Maastricht. Lau G., der in der letzten Woche wegen Doppelmordes zu lebenslanger Haft verurteilt wurde, hat sich in der Haft selbst getötet. Das Gericht hatte ihn für schuldig befunden, zwei Einbrecher in einer ihm gehörenden Cannabisplantage umgebracht zu haben.

Die Leichen der Marokkaner waren vor einem Jahr in einem Waldgebiet im südlimburgischen Arcen von der niederländischen Polizei gefunden worden. Sie waren in Plastikfolie eingewickelt und von den Tätern vergraben worden. Ein Mittäter, der Details der Tat gegenüber einem Mithäftling ausgeplaudert hatte, war zu 30 Jahren Haft verurteilt worden.

Lau G. war in einem der sichersten Haftanstalten der Niederlande in Vught untergebracht, wahrscheinlich hatte er Tabletten in einer Schlafmaske gesammelt und diese auf einmal zu sich genommen. Seine Anwälte kritisieren die Haftbedingungen wegen der sehr scharfen Sicherheitsvorkehrungen als unmenschlich.

In dem Gefängnis haben sich schon mehrere Einsitzende umgebracht, unter anderem durch Ertränken in der Toilette und Laufen gegen eine Wand. Die Justiz hat eine Untersuchung des Suizids eingeleitet.

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