Marder legt Zugverkehr lahm

Von: oha
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Nach dem Unfall reparierten Bahn-Bedienstete die Oberleitung an der Strecke bei Gürzenich. Foto: Ottmar Hansen

Düren. Ein Marder hat am Freitagmorgen den Zugverkehr zwischen Aachen und Köln für Stunden komplett lahm gelegt. Ein Zugführer wurde leicht verletzt.

Bis in den späten Nachmittag mussten Zugreisende Verspätungen hinnehmen.

Es traf um 5.43 Uhr den Regionalexpress 1, der zwischen Hamm und Aachen verkehrt. Kurz hinter Gürzenich (Richtung Langerwehe) fuhr der Zug in eine herab hängende Oberleitung. Durch den Zusammenstoß zerbrach die Frontscheibe des Triebwagens. Der 43 Jahre alte Lokführer wurde durch Splitter verletzt. Ein jugendlicher Fahrgast erlitt nach Angaben der Bahn einen Schock.

Vermutlich war der Marder am Mast der Oberleitung hinauf geklettert und hatte dabei beim gleichzeitigen Berühren von Mast und Kabel den Strom überbrückt. Durch den Kurzschluss zerbarst die 15.000-Volt-Leitung und hing bis auf die Schienen herab. Der Marder wurde tot neben dem Gleis gefunden.

Die 60 Fahrgäste des Zuges mussten im Fahrzeug ausharren, bis sie von der Bundespolizei evakuiert wurden. Der beschädigte Zug wurde zur Reparatur nach Aachen geschleppt. Die beiden Gleise zwischen Düren und Langerwehe blieben bis 8 Uhr gesperrt.

Passagiere wurden in dieser Zeit per Bus oder Taxi bis zum nächsten Bahn-Halt befördert. Ab 8 Uhr konnte zumindest ein Gleis wieder befahren werden. Ein Spezialfahrzeug wurde zur Reparatur der Oberleitung an die Unfallstelle beordert.

Nach Auskunft von Bahnsprecher Gerd Felser beliefen sich die jeweilige Verspätung der Züge im Schnitt auf zehn Minuten. Der Regionalexpress 9 zwischen Siegen und Aachen endete in Köln.
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