Köln - Mädchen jahrelang sexuell missbraucht: Zwölf Jahre Haft

Mädchen jahrelang sexuell missbraucht: Zwölf Jahre Haft

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Köln. Sechs Jahre lang missbrauchte ein Mann die heute 13-jährige Tochter seiner Lebensgefährtin - nun wurde er dafür zu zwölf Jahren Gefängnis verurteilt.

Zudem ordneten die Richter für die Zeit nach der Haft Sicherungsverwahrung und die Zahlung eines Schmerzensgeldes in Höhe von 45.000 Euro an das Mädchen an.

Das Landgericht Köln sah am Donnerstag vielfachen sexuellen Missbrauch einer Minderjährigen und Schutzbefohlenen als erwiesen an. Der 35-jährige gelernte Landschaftgärtner hatte das Mädchen bereits als Siebenjährige sexuell missbraucht und vergewaltigt. 2007 verletzte er das Mädchen beim Geschlechtsverkehr so schwer, dass es fast an einer vaginalen Verletzung verblutet wäre. Erst kurz vor seiner Verhaftung im Spätsommer 2010 stellte er die sexuellen Übergriffe auf das Mädchen ein, das im August 2010 ein Kind von ihm geboren hatte.

Vor Gericht hatte der Angeklagte im Verlauf der mehrwöchigen Hauptverhandlung keinerlei Angaben zu seinen Taten gemacht. Deshalb musste das traumatisierte Mädchen einen ganzen Tag vor Gericht als Zeugin gegen ihn aussagen. Erst gegen Ende des Prozesses legte er, offenbar unter dem Eindruck der erdrückenden Beweislage, ein weitreichendes Geständnis ab.

In ihrer Urteilsbegründung kritisierten die Richter auch die Lebensgefährtin des Angeklagten, die sich inzwischen von ihm getrennt hat. Sie habe versucht, die Übergriffe zu vertuschen. Der Angeklagte wurde als „roh und rücksichtslos” beschrieben. Er verfüge über „beispiellose kriminelle Energie”. Strafverschärfend wurde gewertet, dass der Geschlechtsverkehr ungeschützt stattgefunden hatte. Die Sicherungsverwahrung begründeten die Richter mit der Wiederholungsgefahr des pädophilen Täters.
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