Maastricht: Ansturm auf die Uni

Von: sim
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Maastricht. Die Maastrichter Uni erfreut sich großer Beliebtheit bei neuen Studenten. Die Zahl der Voranmeldungen ist laut „Limburgs Dagblad” im Schnitt fast zehn Prozent höher als im vorigen Jahr um die gleiche Zeit.

Bisher sind 27.564 Studenten registriert, die in Maastricht ein neu­es Studium beginnen oder ihr laufendes Studium fortsetzen wollen. Allerdings weist die Uni darauf hin, dass diese Zahl nur einen Trend wiedergibt, weil nicht jede Voranmeldung automatisch zur Aufnahme eines Studiums führt. Weil die Studienplätze im Losverfahren vergeben werden, meldeten sich viele Interessenten gleich für mehrere Studiengänge an. Das sei allerdings im vergangenen Jahr genauso gewesen, als die Zahlen rund zehn Prozent niedriger lagen.

Über die Ursachen für die steigende Anzahl von Registrierungen kann die Uni laut „Dagblad” nur spekulieren. Ein Grund könnte die wachsende Arbeitslosigkeit unter jungen Leuten sein, die dazu führt, dass mehr jüngere Menschen ein Studium aufnehmen, wird eine Sprecherin zitiert.

Die Zunahme von Voranmeldungen aus dem Ausland kann dagegen zumindest teilweise mit Werbekampagnen erklärt werden, die die Uni in ausgewählten Ländern platziert hat. So liegt die Anzahl der Anmeldungen aus Großbritannien mit 787 um 84 Prozent über dem Vorjahreswert, als sich 427 Briten einschrieben. Auch aus den anderen „Zielländern” der Werbekampagnen werden mehr Studenten erwartet. Die Anzahl chinesischer Anmeldungen liegt mit 602 bisher um 37 Prozent über dem Wert von 2011. 20 Prozent mehr Interesse wird sowohl aus Belgien als auch aus Frankreich verzeichnet.

Bachelor-Studienfächer, die überdurchschnittlich an Beliebtheit gewonnen haben, sind das „Maastrcht Science Programme” mit einem Plus von 149 Prozent und „Arts & Culture”, wo die Nachfrage um 38 Prozent gestiegen ist.

Bei den Masterstudiengängen gibt es große Nachfragezuwächse in Forensischer Psychologie (plus 53 Prozent) und dem einjährigen Studiengang „Globalisation & Development Studies” (plus 177 Prozent).

Größter Gewinner ist mit abstand der Nachhaltigkeits-Studiengang „Sustainability, Science & Policy”. Dieser Studiengang, in dem es um die Zusammenhänge zwischen ökologischen, ökonomischen und sozialen Fragen geht, verzeichnet 494 Prozent mehr Voranmeldungen als im vergangenen Jahr.
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