„Loverboy-Affäre“: Verdächtiger bringt sich um

Von: lea
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Die Innenstadt von Valkenburg, wo die 16-Jährige aufgefunden wurde. Foto: Archiv

Valkenburg. Die „Loverboy-Affäre“ schockierte die Region: Dutzende von Männern sollen Sex mit einem 16 -jährigen Mädchen in einem Hotel in Valkenburg gehabt haben. Einer dieser verdächtigen Freier hat sich nun umgebracht.

Dies bestätigte die Staatsanwaltschaft den lokalen Zeitungen, wie das niederländische Nachrichtenportal L1 berichtet. Zuverlässigen Quellen des Portals zufolge handle es sich um den Mann, der im Oktober 2014 auf frischer Tat im Hotel ertappt wurde. Er wäre nicht in der Lage gewesen, mit den Belastungen, die die Affäre mit sich brachte, zurecht zu kommen.

Die niederländische Staatsanwaltschaft beklagt den Tod des Mannes. „Es ist uns bekannt, dass dieser Mann Selbstmord begangen hat“, sagte eine Sprecherin. „Wir bedauern das sehr. Er war in der Tat ein Verdächtiger in der Ermittlung.“

Erst während eines Gerichtstermins Ende Januar wurden die Außmaße des Falls deutlich. Im vergangenen Jahr erwischten Polizeibeamte einen Mann beim Sex mit der 16-Jährigen in einem Hotelzimmer. Das Mädchen wurde zuvor als vermisst gemeldet. Insgesamt könnten bis zu 80 Männer Sex mit der Minderjährigen gehabt haben.

Der Hauptverdächtige Armin A. saß auf der Toilette, als die Polizei die Wohnung durchsuchte. Der 21-Jährige soll als sogenannter „Loverboy“ fungiert haben, hat das Mädchen zur Prostitution getrieben. Armin A. hatte ein Handy mit einer Liste der Freier bei sich, in einem Mülleimer wurden benutzte Kondome gefunden. Der 21-Jährige befindet sich in Haft.

Auf dem Handy sollen die Ermittler auch Nummern aus Deutschland gefunden haben. Diesbezügliche Erkenntnisse liegen der Aachener Staatsanwaltschaft jedoch noch nicht vor.

Laut Staatsanwalt David Kuppeveld können rund fünfzig Männer Besuch von der Polizei erwarten.

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