Löhrmann lobt Schulempfehlungen als „salomonisch”

Von: dpa
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Köln. Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) hat die Empfehlungen der Bildungskommission als „sehr gute Grundlage” für einen Schulfrieden in Nordrhein-Westfalen gelobt. „Ich finde das dieses Ergebnis geradezu salomonisch ist”, sagte sie am Samstag im WDR-Hörfunk. Die Kommission habe der Politik eine Brücke gebaut.

In ihren am Freitag vorgestellten Empfehlungen hatte die Bildungskommission vorgeschlagen, den Kommunen sowohl organisatorische Verbünde als auch integrative Zusammenschlüsse unterschiedlicher Schulformen zu erlauben. Damit wäre sowohl die rot-grüne Gemeinschaftsschule als auch das CDU-Modell der Verbundschule möglich.

Löhrmann hält es für sinnvoll, im Schulgesetz den Rahmen für die zulässigen Schulformen abzustecken. „Da könnte die Gemeinschaftsschule unter dieses Dach passen, es könnte auch die Verbundschule unter dieses Dach passen”, sagte die Grünen-Politikerin.

In der Gemeinschaftsschule sollen alle Kinder zumindest bis zur sechsten Klasse gemeinsam lernen. Der Unterricht soll gymnasiale Standards erfüllen, so dass die Gemeinschaftsschule auch zum Abitur führt. Zu kommenden Schuljahr startet ein Modellversuch. Zu einer Verbundschule könne sich Haupt- und Realschulen zusammenschließen. Diese Möglichkeit gibt es bereits in eingeschränkter Form.

Löhrmann sprach sich dagegen aus, in die Landesverfassung eine Bestandsgarantie für das Gymnasium zu schreiben. Eine solche Garantie fordern die Landeselternschaft der Gymnasien, die darin von der CDU unterstützt wird. Es sei aber denkbar, in einer Proklamation festzulegen, von den Eltern gewollte Schulformen in den nächsten zehn Jahren nicht anzutasten. „Damit hätte ich persönlich keim Problem”, sagte die Ministerin.

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